Nico Hülkenberg - GP Singapur 2018 xpb
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Nico Hülkenberg zum GP Singapur

„Potenzial nicht ausgeschöpft“

Nico Hülkenberg landete zum ersten Mal seit dem GP Deutschland wieder in den Punkterängen. Doch das Nachtrennen in Singapur verlief für den Renault-Piloten zäher als erwartet. Hülkenberg sagt uns warum.

War Sirotkin im Rennen Ihr Problem?

Hülkenberg: Auch wenn ich vor Sirotkin rausgekommen wäre, hätte es gefühlt nicht viel besser ausgesehen. Durch meinen frühen Boxenstopp musste ich Reifen verwalten ohne Ende. Wenn ich mit den Ultrasoft-Reifen losgeballert hätte, wäre mir hinten raus die Puste ausgegangen. Ich bin am Ende vorne rechts auf der Felge gefahren.

Hätten Sie den Boxenstopp nicht länger hinauszögern können?

Nico Hülkenberg - GP Singapur 2018
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Hülkenberg trat in Singapur mit einem neuen Helmdesign an.

Hülkenberg: Doch, hätten wir. Grosjean ist aber relativ früh zurückgefallen. Das Team hat die Chance eines Undercuts gesehen und mich reingeholt. Was ja auch geklappt hat. So war ich an Grosjean vorbei. Dummerweise war der Williams dann vor uns. Aber selbst nach meinem Stopp, als ich noch freie Fahrt hatte, sind die Fahrer, die wie Sainz mit den Ultrasoft-Reifen gestartet waren, trotz der älteren Reifen eine Sekunde schneller gefahren. Die konnten mit den Reifen Gas gebe., Ich hatte noch 40 Runden vor der Brust. Da musste ich mir die Körner einteilen. Der frühe Stopp und der Start auf Hypersoft-Reifen waren heute nicht ideal. Wenn du vom 10. Platz aus ins Rennen gehst und auch noch einen schlechten Start hast, wird es halt schwierig.

Sie haben gesehen, wie sich Perez an Sirotkin abgearbeitet hat. Warum war es so schwierig, den Williams zu knacken?

Hülkenberg: Bei mir ging es ganz schnell. Checo hat gute Vorarbeit geleistet. Da muss ich ihm danken. Es ist so brutal schwer mit diesen Autos zu überholen, so brutal eng. Wenn du runter zu Kurve 7 fährst, reicht es aus, dass der Vordermann in der Mitte der Straße bleibt. Er zwingt dich auf die schmutzige Linie, die ganzen Reifenschnipsel. Da hast du null Grip, wenn du anbremst. Das ist echt, echt mühsam.

Wie fällt Ihr Gesamteindruck aus?

Hülkenberg: Okay, aber nichts Weltbewegendes. Fernando war unheimlich schnell im Rennen. Ich konnte das Potenzial des Autos nicht ausschöpfen. Wir sind alle sehr eng beieinander im Mittelfeld, aber das war eine Strecke, die eigentlich für uns gesprochen hat. Die nächsten werden wohl eher schwierig.

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