Nico Hülkenberg - GP USA 2016 xpb
Sergio Perez - Force India - Formel 1 - Austin - GP USA - 22. Oktober 2016
Rosberg & Hamilton - Mercedes - Formel 1 - Austin - GP USA - 22. Oktober 2016
Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - Austin - GP USA - 22. Oktober 2016
Rosberg & Hamilton - Mercedes - Formel 1 - Austin - GP USA - 22. Oktober 2016 67 Bilder

Hülkenberg gut in Form

Überraschend weit vor Williams

Nico Hülkenberg präsentierte sich in Austin mal wieder als schnellster Fahrer hinter den 3 Top-Teams. In Gedanken ist der Rheinländer aber auch schon bei Renault – seinem neuen Team für 2017.

Nico Hülkenberg will sich mit Anstand von Force India verabschieden. Eine Woche nach seiner Verpflichtung durch Renault zeigte der Deutsche im Qualifying zum GP USA erneut, dass er sein Geld wert ist. Hülkenberg startet nicht nur 4 Plätze vor seinem Teamkollegen Sergio Perez sondern hielt auch noch die beiden Williams in Schach.

Hülkenberg warnt vor Fokus auf Williams

Im Kampf um Platz 4 in der Konstrukteurs-WM könnte Hülkenberg seinem Team in den letzten 4 Rennen noch zu einem warmen Geldregen verhelfen. Nach dem Qualifying zeigte sich der Pilot entsprechend happy. „Ich bin überrascht, wie klein der Abstand zu Ferrari nach vorne war und wie weit Williams hinter uns zurück liegt. Mit meinen Runden kann ich wirklich zufrieden sein.“

Für den Sonntag erwartet der Routinier aber ein ganz anderes Bild: „In Sachen Rennpace dürfte es enger mit Williams aussehen. Bei Ferrari ist es genau andersherum: Die sind auf der Distanz normalerweise ein gutes Stück schneller als wir.“

Hülkenberg warnte sein Team allerdings davor, sich mit der Taktik ganz auf die WM-Rivalen Bottas und Massa auszurichten. „Wir sollten uns nicht nur auf Williams konzentrieren. Das wäre die falsche Einstellung. Wir müssen nach allen Seiten offen sein, die richtige Strategie wählen und auf das bestmögliche Ergebnis schauen.“

Hülkenberg blickt auf Renault-Zukunft

Mit einem Auge schaute Hülkenberg aber auch schon auf die Ergebnisse seines künftigen Teams. Die Renault-Piloten landeten deutlich abgeschlagen auf den Plätzen 15 und 18. „Natürlich hat man das immer im Blick. Und jetzt natürlich noch etwas mehr. Aber es ist nicht wichtig, wo sie jetzt stehen. Sondern wo das Team in einem Jahr ist.“

Hülkenberg stellt sich darauf ein, dass er bei Renault viel Geduld braucht: „Wir stehen vor einer langen gemeinsamen Reise. Das Team hat ein hartes Jahr hinter sich. Es ist viel Arbeit nötig und eine große Herausforderung. Aber ich mag Herausforderungen.“

Emotionaler Force India-Abschied

Von seiner letzten Chance in der Formel 1 will der Rheinländer vor dem anstehenden Wechsel aber nicht sprechen. „Ich sehe es einfach als gute Chance für die Zukunft. Renault hat bewiesen, dass sie Titel gewinnen können – sowohl als Motorenhersteller als auch als Werksrennstall. Ich glaube fest daran, dass sie mir ein konkurrenzfähiges Auto bieten können. Und dazu es ist noch ein interessantes Projekt.“

Mit gemischten Gefühlen blickt Hülkenberg auch schon auf den anstehenden Abschied von Force India. „Es wird sicher emotional werden. Ich möchte nicht sagen, dass es Tränen gibt – vielleicht auch das – aber wir hatten eine lange Zeit zusammen. Force India ist meine Motorsport-Familie geworden. Am Sonntagabend in Abu Dhabi werde ich sicher auch ein wenig traurig sein.“

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Sergio Perez bleibt Force India treu. Nico Hülkenberg geht.

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