Nico Rosberg beweist Klasse

"Lewis war der Beste dieses Jahr"

Nico Rosberg - GP Abu Dhabi 2014 Foto: xpb 64 Bilder

Nico Rosberg präsentierte sich nach der Niederlage im WM-Duell als fairer Verlierer. Neben der persönlichen Gratulation gab es auch anerkennende Worte an den Gegner. Für das kommende Jahr kündigte der Unterlegene aber wieder einen harten Fight an.

Nico Rosberg setzte nach dem Rennen ein tapferes Gesicht auf. Obwohl der Deutsche zugab, dass es nicht leicht ist, seinem WM-Gegner Lewis Hamilton und seinem Mercedes-Team beim Jubeln zuzuschauen, zog er sich das WM-Sieger-T-Shirt an und nahm an den Feierlichkeiten teil. Beim großen Mannschaftsfoto wurde er von seinem Team mit Applaus begrüßt.

Wenn es einen guten Verlierer gibt, dann war es Nico Rosberg an diesem Abend. "Lewis hat es verdient den WM-Titel zu gewinnen. Er war der Beste in diesem Jahr", hatte Rosberg kurz vorher im Gespräch mit den Journalisten fair zugegeben. "Ich hätte heute wohl auch ohne die Technik-Probleme nicht gewonnen. Aber ich hätte zumindest gerne gekämpft."

Rosberg beweist Klasse in der Niederlage

Dass er mit seinem angeschlagenen Auto in aussichtsloser Position nicht wie befohlen in die Garage eingebogen ist, brachte ihm bei den Experten viel Anerkennung ein. Mitten in der Medien-Fragerunde platzte plötzlich Mark Webber ins Mercedes-Motorhome und gratulierte für eine gute Saison. Kurze Zeit später schaute auch Hamiltons Vater Anthony vorbei und sprach ein paar anerkennende Worte.

Im schwersten Moment beweist Rosberg Klasse. Direkt nach der Zieldurchfahrt gratulierte er Lewis Hamilton im Vorraum zum Podium persönlich. Die Antwort des neuen Champions wollte er nicht öffentlich wiederholen. Nur so viel: "Es war sehr herzlich." Teamchef Toto Wolff war ebenfalls im Raum. Er kommentierte die Szene wie folgt: "Das beweist, dass der Respekt zwischen beiden vorhanden ist."

Nur ungern erinnerte sich Rosberg zurück an ein Rennen voller Schwierigkeiten. In Runde 25 hatten die Probleme mit der MGU-K begonnen. Eine Kühlpumpe im Hybrid-System fiel aus. Das Auto verlor 160 PS an Leistung. Außerdem verschob sich die Bremsbalance. Rosberg flog sogar kurz neben die Strecke. "Danach musste ich meinen Fahrstil komplett anpassen."

Ohne die Elektro-Unterstützung drehte sich der Turbo nicht im Schleppbetrieb. "Wegen des großen Turbolochs musste ich immer schon vor der Kurve wieder Gas geben, weil ich wusste, dass es 2 Sekunden dauert, bis der Turbo anspringt." Ab und zu sprang die Pumpe wieder an und ermöglichte gute Rundenzeiten. Für einen Punkteplatz hätte es aber nie gereicht. "Ich wollte eigentlich nur Sechster werden. Für den Fall, dass Lewis ausfällt. Aber selbst das hat nicht geklappt."

Rosberg will 2015 mit besserer Rennpace angreifen

Der Deutsche freute sich, dass eine anstrengende Saison vorbei ist. "Ich muss am Dienstag noch Testen. Darauf habe ich Moment eigentlich keine Lust. Aber vielleicht kommt die noch." Der Vize-Champion erhofft sich dadurch einen kleinen Frühstart. "Ich habe so viel Positives, was ich aus diesem Jahr ziehen kann. Ich war besser im Qualifying. Nur im Rennen fehlt mir noch ein kleines Bisschen. Daran werde ich hart arbeiten."

Am Abend wollte Rosberg das Saisonende noch etwas begießen. Die Saison endet mit einer Party: "Ich muss erstmal schauen, ob ich zum Feiern noch die positive Energie finde. Ich habe aber viele Freunde hier. Das wird schon Spaß machen, ein bisschen die Sau rauszulassen.

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