Nico Rosberg

Spinnen-Angriff und Bürokratie-Wahnsinn

Nico Rosberg in Delhi Foto: Rosberg 65 Bilder

Nico Rosberg erkundet gerne neue Welten. In Indien begab sich der Mercedes-Pilot auf eine kulturelle Entdeckungsreise und hatte dabei auch unliebsamen Kontakt mit giftigen Tieren. Auch mit der komplizierten indische Bürokratie steht der Deutsche auf Kriegsfuß.

Nico Rosberg reiste als einer der ersten Formel 1-Piloten nach Indien. Schon am Montag landete der Mercedes-Pilot in Delhi. Nach einem Werbetag für die Sicherheitskampagne der Allianz kam am Mittwoch endlich die Gelegenheit Land und Leute zu erkunden. An nur einem Tag ging es durch Old-Delhi. Rosberg war zu Besuch im Präsidentenpalast, besuchte den Fisch-, Fleisch- und Gewürzmarkt, das bekannte Rote Fort und das India Gate. Dazu gab es noch eine Tour in einer Rikscha. Die Begeisterung hielt sich allerdings in Grenzen.

Indien kommt Rosberg spanisch vor

"Das ist nicht das, was ich erwartet hatte", erklärte Rosberg anschließend. "Die Gegenden, die mir besser gefallen würden, liegen eher im Norden, zum Beispiel der Himalaya. Hier in Delhi ist das ja ganz nett anzuschauen aber pures Chaos. Es ist teilweise erschreckend zu sehen, wie die Leute leben."

Außerdem musste Rosberg auch noch eine unliebsame Begegnung mit einem Achtbeiner überstehen. "Ein Einheimischer kam auf mich zu und hat gesagt: ‚Das ist gefährlich.‘ Ich habe gefragt: ‚Was ist gefährlich.‘ Da schnippst der mir mit einer Handbewegung eine Spinne vom Hals und sagt. ‚Spinnen mit einem roten Körper sind gefährlich.‘"

Aber nicht nur mit den einheimischen Spinnen steht Rosberg auf Kriegsfuß. Auch die Bürokratie sorgt für Stress. "Ich weiß nicht, wie viele Dokumente ich in den letzten Wochen unterschrieben habe, um für die indischen Steuer-Formalitäten alles auszufüllen. Das ist ein Durcheinander, das ist phänomenal", ächzte der Silberpfeil-Fahrer. "Man muss in jedem Land, in dem man Einkünfte erzielt auch Steuern bezahlen. Dazu muss ich aber erst mal ein registrierter Steuerzahler in Indien sein", erklärte Rosberg sichtlich genervt. "Das Visum war auch schon sowas von kompliziert. Auch mit den Teams ist noch nicht alles unter Dach und Fach."

Nico Rosberg von der neuen Strecke begeistert

Besser wurde die Laune bei der obligatorischen Streckenbegehung. "Die Strecke ist wirklich toll. Es gibt viele mittlere und schnelle Kurven. Es wird sicher viel Action geben. Man muss nur aufpassen, dass die DRS-Zonen nicht zu lang sind. Es darf nicht zu einfach sein zu überholen."

Vor allem der Trick mit den ungewöhnlich breiten Bremszonen als Überholhilfe kommt beim Wahlmonegassen gut an. "Das wird funktionieren. Es gibt einen Mega-Unterschied, ob einer die Kurve außen anfährt oder innen reinsticht. Da braucht man eigentlich auch kein DRS mehr. Ich finde das eine gute Sache."

Zu einem guten Rennen gehört natürlich auch ein guter Start. In dieser Diszplin war Teamkollege in dieser Saison deutlich im Vorteil, wenn man die Zahl der Überholmanöver in der ersten Runde zählt. Doch dafür hat Rosberg eine einfache Erklärung. "Er hat seine Sache sicher gut gemacht. Man muss aber auch sagen, dass er immer von weiter hinten kommt und dann hat er auch mehr Möglichkeiten zu überholen. Bei mir ist vorne meist ein Ferrari vor mir und das ist dann schon etwas schwerer zu überholen."

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