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Nico Rosberg

"Verhandlungen führe ich alleine"

Nico Rosberg Foto: dpa 9 Bilder

Auch wenn sein Wechsel zu Brawn GP im Fahrerlager als offenes Geheimnis gilt, will sich Nico Rosberg immer noch nicht detailliert zu seiner Zukunft äußern. Nur so viel: 2010 will der Deutsche in einem Siegerauto sitzen.

27.10.2009

Ihre Zukunft in der Formel 1 ist weiter offen, das letzte Saisonrennen in Abu Dhabi am kommenden Sonntag könnte Ihr letztes Rennen im Williams-Team sein. Spielt da schon etwas Wehmut mit?
Rosberg: Wenn man nicht weiß, wie es weitergeht, dann ist man schon ein bisschen unruhig. Ich bin jetzt vier Jahre bei Williams dabei. Wenn es einen Wechsel geben sollte, wäre das schon eine schwierige Situation in Abu Dhabi. Ich verstehe mich mit allen im Team super. Während meiner Zeit hier hat es keine größeren Personalwechsel gegeben, fast alle sind beisammen geblieben.

Seit Wochen wird über einen Wechsel zum Brawn-Team spekuliert. Wann wird eine Entscheidung getroffen?
Rosberg: Zu meiner Zukunft möchte ich mich nicht detailliert äußern. Ich kann aber sagen, dass es im Moment sehr, sehr gut aussieht.

Steht denn überhaupt definitiv fest, dass Sie auch 2010 in der Formel 1 fahren werden?
Rosberg: Das ist sicher, ja.

Unabhängig vom Team: Was erwarten Sie von der neuen Saison?
Rosberg: Ich möchte jetzt im Training noch mal richtig angreifen, um mich zu steigern für die nächste Saison. Ich möchte einen Schritt nach vorne machen. Ich erhoffe mir für nächstes Jahr ein Siegerauto, mit dem es möglich ist, Rennen zu gewinnen, und vielleicht sogar um die WM zu fahren. Mit unserem Auto derzeit ist eine Platzierung unter den Top 6 realistisch, mehr nicht.

Welche Rolle spielt Ihr Vater Keke Rosberg bei der Zukunftsplanung?
Rosberg: Er hilft mir sehr viel mit Ratschlägen. Besonders im schriftlichen, das ist alles sehr komplex. Ich weiß, dass er im Bereich Fahrermanagement einer der besten ist. Die Verhandlungen führe ich aber alleine.

Wie schätzen Sie das Brawn-Team ein?
Rosberg: Die haben sehr gute Arbeit geleistet. Sie hatten zwar auch Probleme mit Entlassungen und Budgetkürzungen - aber haben trotzdem ein enorm starkes Auto, und das über die ganze Saison durchgezogen. Davor habe ich Respekt.

Im kommenden Jahr wird es kein Nachtanken mehr als eine weitere Maßnahme zur Kostenreduzierung geben. Was hat die Weltwirtschaftskrise für einen Einfluss auf die Formel 1?
Rosberg: Die Krise hat die Formel 1 getroffen, aber nicht nur die. Es gab ein paar Skandale dieses Jahr, das war nicht positiv. Nur: Jede Sportart hat mal eine negative Phase. Aber jetzt haben wir drei tolle Rennen gehabt, einen tollen Weltmeister, ein tolles Weltmeisterteam. Wir sind wieder auf einem guten Weg, die Formel 1 ist schließlich eine der populärsten Sportarten weltweit.

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