Nico Rosberg warnt

Red Bull ist ein Unsicherheitsfaktor

Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1 - Test - Barcelona - 3. März 2013 Foto: xpb 116 Bilder

Der schnellste Mann der Wintertests 2013 heißt Nico Rosberg. Nach seiner Bestzeit in Barcelona versuchte der Mercedes-Pilot jedoch alles, um die Erwartungen für den Saisonauftakt zu dämpfen. Die Konkurrenz habe ihr Potenzial nicht ansatzweise gezeigt.

Nach der Bestzeit von Lewis Hamilton am Samstag prophezeiten einige schon, dass es gar nicht schneller geht. Und dann packte Nico Rosberg noch einmal vier Zehntel drauf. Die Fachwelt staunt. Die Konkurrenz ist beeindruckt. Nur bei Mercedes selbst will irgendwie keine Euphorie aufkommen. Nico Rosberg versuchte mit allen Mitteln, die Erwartungen für Melbourne zu bremsen.

Mercedes auch bei Hitze gut?

"Die Erfahrung der Vorjahre zeigt, dass einige Konkurrenten nicht ansatzweise gezeigt haben, zu was sie fähig sind. Wir sind da mit Prognosen sehr vorsichtig. Das bringt jetzt nichts, wenn ich hier etwas sage", gab sich der Silberpfeil-Pilot zurückhaltend.

"Die Bedingungen in Australien werden ganz anders sein als hier in Barcelona. Es wird deutlich wärmer. Und heiße Bedingungen waren letztes Jahr unsere Schwäche. Der Reifenverschleiß war ein großes Problem für uns. Wir haben in diesem Bereich gelernt. Wie viel, das muss sich aber erst noch zeigen."

Rosberg zufrieden mit Zuverlässigkeit

Besonders überrascht zeigte sich Rosberg nicht von der Leistung seines Autos und den erzielten Rundenzeiten. "Das Problem ist, dass man nicht weiß, wo die anderen stehen. Red Bull ist zum Beispiel ein großer Unsicherheitsfaktor", warnt Rosberg. Einen Kommentar zum weiteren Potenzial seines eigenen Autos blieb der Wahlmonegasse ebenfalls schuldig: "Dazu will ich mich nicht äußern."

Seine Zufriedenheit konnte der 27-Jährige aber nicht verbergen. "Ich bin mir sicher, dass wir als Team in diesem Jahr besser aufgestellt sind. Die Basis ist gut. In Sachen Zuverlässigkeit haben wir alles aussortiert. Es läuft alles nach Plan. Nur in Sachen Pace müssen wir wie gesagt aufpassen." Rosberg fühlt sich wohl in seinem neuen Silberpfeil. "Die Balance haben wir einfach gut hinbekommen. Das Auto hat sich von der ersten Runde an in diesem Winter gut angefühlt. Ich kann direkt attackieren."

Rosberg und Hamilton bringen Team nach vorne

Auch das Verhältnis zu Neu-Teamkollege Lewis Hamilton klappt passt. In allen drei Testwochen konnte er den Weltmeister von 2008 in der Zeitentabelle hinter sich lassen. Die Chemie passt offenbar: "Manchmal fühlt es sich genau wie damals an. Dann kommen die Erinnerungen von vor 13 Jahren zurück", so Rosberg.

"Er ist einer der Besten hier im Feld. Ich denke, die Zusammenarbeit klappt gut. Zusammen können wir das Team nach vorne bringen", lobte er den Briten. Auf gegenseitige Streiche wie zu gemeinsamen Kart-Zeiten verzichteten beide in der konzentrierten Testphase. "Dafür wird es sicher noch Gelegenheit geben."

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