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Niki Lauda im Interview zum Ferrari-Drama

"Titel noch lange nicht im Sack"

Niki Lauda - Formel 1 - 2017 Foto: Wilhelm 19 Bilder

Niki Lauda lobte Lewis Hamilton, warnt aber davor, die Meisterschaft schon zu feiern. Und er will nach wie vor nicht verstehen, warum man die starken Schwankungen des Autos nicht erklären kann.

11.10.2017 Michael Schmidt 1 Kommentar

Erleichtert nach dem Sieg von Lewis Hamilton?

Lauda: Und wie! Lewis ist ein super Rennen gefahren. Er wusste von Anfang an, dass er mit seinen Reifen am Limit ist. Er ist genau richtig dafür gefahren. Das SafetyCar hat uns dabei natürlich geholfen. Ich kann nur die Kappe ziehen vor seiner perfekten Fahrt.

Was ist da bei Ferrari los?

Lauda: Das Pech ist unglaublich. So was wie mit der Zündkerze kann passieren. Das gleiche Problem hatten wir am Vormittag beim Warmlaufenlassen des Motors. Die Zündkerze haben wir mit der Erlaubnis der FIA gewechselt. Ich glaube, bei Vettel war mehr als nur eine Kerze.

14 Rennen fährt Ferrari ohne ein Problem, und jetzt bricht alles zusammen?

Lauda: Wenn der Teufel kommt, dann kommt er.

Und Red Bull?

Lauda: Die waren gut. Aber wir hätten natürlich schneller können.

Bei Mercedes geht es auf und ab. Passt das Rennen von Suzuka ins Bild?

Niki Lauda - GP Japan 2017 Foto: Wilhelm
Niki Lauda verlangt Antworten von seinen Ingenieuren.

Lauda: Wir sind mit den höheren Temperaturen am Sonntag besser zurechtgekommen als sonst. Weil wir mit einem Stopp durchgekommen sind. Da waren wir uns lange nicht sicher. Nach den Erfahrungen vom Training hat es noch kritisch ausgeschaut.

Es gibt also immer noch mehr Fragen als Antworten?

Lauda: Für mich schon. Aber wir werden schon draufkommen. Im Moment stochern noch alles ein bisschen herum. Probleme am Auto müssen erklärbar sein. Dafür gibt es Daten. Die Reifen versteht keiner. Da geht es den anderen nicht besser als uns.

Warum leidet der Mercedes so im Verkehr?

Lauda: Das liegt an unserem Aero-Paket. Du kannst deine Aerodynamik nicht so bauen, damit Du gut hinterherfahren kannst. Wir müssen vorne fahren, dann haben wir das Problem nicht.

Ist der WM-Titel schon eingefahren?

Lauda: Es war ein unglaublicher Schritt nach vorne. Der Titel ist aber noch lange nicht im Sack. Da glaube ich erst dran, wenn es so weit ist. Es schaut aber jetzt besser und leichter aus.

Hat das Einfluss auf die weitere Strategie?

Lauda: Null. Wir werden jedes Rennen so angehen wie immer. Voll auf Sieg. Du darfst jetzt ja nichts ändern. Nachlassen kannst Du erst, wenn es nicht mehr notwendig ist.

Neuester Kommentar

Gutes Interview ,ich habe Lauda schon anders gelesen und gehört.
Man gewinnt halt den Eindruck das mittlerweile die Reifen in der F1 eine viel zu große Rolle spielen, der Pilot muss im Vordergrund stehen nicht die Reifen da muss sich meiner Meinung einiges ändern.
Das Pirelli in der F1 über Gut und Böse entscheidet kann nicht sein.

crepaz kurt 12. Oktober 2017, 08:28 Uhr
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