Niki Lauda verärgert

"Unfall in letzter Runde wäre kein Problem"

Niki Lauda - 2014 Foto: xpb 58 Bilder

Im Mercedes-Lager rauchte es nach dem Rennen. Niki Lauda schimpfte schon in seiner Funktion als RTL-Experte wie ein Rohrspatz. Auch abseits der Kameras machte der Mercedes-Aufsichtsrat seinem Ärger Luft. Er hatte den Unfall kommen sehen.

Schon vor dem Rennen in Monaco hatte Niki Lauda prophezeit: "In dieser Saison wird es noch krachen". Bis zum GP Belgien hielten die Silberpfeile immer genügend Abstand. Doch schon in der zweiten Runde des Ardennen-Klassikers änderte sich das nach einem missglückten Angriff von Nico Rosberg. Der Deutsche schlitzte Lewis Hamilton mit dem Frontflügel den linken Hinterreifen auf, was Mercedes den Sieg kostete und Hamilton einen Nuller bescherte.

Lauda veruteilte nach dem Rennen nicht den Unfall an sich. "Meine Meinung lautet: Unfälle können passieren. Aber nicht in der zweiten Runde. Das ist dumm. Wenn Nico der Meinung gewesen ist, dass er ihn überholen kann, warum nicht eine Runde später, wenn es etwas einfacher ist - ohne Risiko und ohne Gefahr? Es war ja nicht die letzte Kurve des Rennens. Wenn es in der letzten Kurve gewesen wäre, dann wäre es für mich kein Problem gewesen."

Rosberg schuldig aber straffrei

Der Schuldige für die Kollision war laut Lauda klar: "Lewis hat nichts falsch gemacht. Er lag in Führung", so die Analyse. "Es war ein normaler Rennunfall. Aber er war vermeidbar. Nico hätte das Steuer einfach ein wenig nach links lenken und über die Kerbs ausweichen sollen. Aber er hat im falschen Moment nach rechts gelenkt."

Wenn Rosberg klar für den Unfall verantwortlich war, warum hat es dann keine Strafe von der Rennleitung gegeben. Lauda löst auf: "Wir haben Charlie (Whiting) schon vor dem Rennen in Budapest gebeten, nicht mehr jeden dummen Unfall zu bestrafen. Wir versuchen, die Stewards rauszuhalten. Die Fahrer sollten das selbst regeln."

Lauda will weiter auf Teamorder verzichten

Jetzt ist bei Mercedes mal wieder Gesprächsbedarf angesagt. Nach Meinung Laudas müsse die Politik des freien Fahrens nicht überdacht werden. "Ich denke, wir können bei dieser Politik bleiben. Ich kann nichts versprechen. Wir müssen das noch intern diskutieren. Aber unsere Politik beinhaltet, dass die Fahrer wissen, was sie tun. Aber eine Kollision in der zweiten Runde zeigt, dass dem nicht so ist."

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