Niki Laudas Kampfansage an die Konkurrenz

„Ich hoffe, dass euch allen fad wird“

Niki Lauda - Mercedes - Formel 1 Foto: xpb 93 Bilder

Über eines ist sich der Formel 1-Zirkus einig: Mercedes geht als Favorit in den Saisonstart in Melbourne. Über den Vorsprung der Silberpfeile gehen die Meinungen weit auseinander. Niki Lauda würzt die Stimmungslage mit einer Lauda-typischen Antwort: „Ich hoffe, dass euch allen fad wird.“

Alle Charts und Hochrechnungen haben einen Favoriten. Titelverteidiger Mercedes geht mit einem Vorsprung in die neue Saison. Doch wie weit fahren die Silberpfeile dem Feld voraus? Darüber streiten sich die Gelehrten. Acht Zehntel behaupten die nicht an dem Dreikampf um die Spitze beteiligten Teams. Eine halbe Sekunde meint Red Bull. Bei Ferrari wird der Zeitvorteil der Mercedes auf drei bis vier Zehntel beziffert. Niki Lauda spielt den Pessimisten: „Wir sind zwei Zehntel vorn.“

Dann packt der Österreicher einen typischen Lauda-Spruch aus, der der Wahrheit vielleicht schon näher kommt. „Ich hoffe, dass euch allen fad wird. Ich bin extra nach Melbourne gereist, um mich davon zu überzeugen.“ Und fügt entschuldigend hinzu: „In meiner Verantwortung mit Toto zusammen muss ich das so sehen.“ Teamchef Toto Wolff hält nicht viel von der Kaffeesatzleserei: „Ich glaube, dass unser Vorsprung geringer ist, als viele uns vorrechnen. Die anderen haben Upgrades nach Melbourne gebracht. Wir nicht.“ Er warnt weiter: „Barcelona war mit dem neuen Asphalt und den tiefen Temperaturen sehr speziell. Ich glaube nicht, dass wir viele Rückschlüsse daraus ziehen können.“

Hoffnung auf Reifenprobleme bei Mercedes

Eine erste Andeutung wie der Hase laufen könnte, werden wir bei den Rennsimulationen im zweiten Training am Freitag sehen. Die Qualifikation wird dann die Wahrheit zeigen. Auch wenn es regnet. Selbst unter nassen Bedingungen lieferte Barcelona keinen großen Hoffnungsschimmer. Im direkten Vergleich mit Intermediates war Valtteri Bottas acht Zehntel schneller als Sebastian Vettel.

Trotz der düsteren Prognosen machen sich die Gegner von Mercedes Hoffnung. Weil Barcelona vielleicht doch nur eine Momentaufnahme ohne große Aussagekraft war. Weil Mercedes in Barcelona seine Reifen mehr verschlissen hat. „Ich glaube, dass wir im Rennen näher an Mercedes dran sind“, hofft Red Bull-Teamchef Christian Horner. Sebastian Vettel sieht es ähnlich: „Mercedes ist noch vorn. Aber der Vorsprung ist aufholbar.“ Nur für die Qualifikation sehen beide schwarz. „Da wird Mercedes wieder an der Power-Schraube drehen. Gegen das sind wir machtlos“, fürchtet Horner.

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