Nix für Nick?

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Nick Heidfeld sitzt in der Formel 1 wieder mal zwischen den Stühlen. Bei Jordan will er nicht bleiben, bei besseren Teams gibt es diverse Hindernisse. Die Zeit läuft langsam davon.

Das Tischtuch zwischen Eddie Jordan und Nick Heidfeld ist vielleicht noch nicht zerschnitten, aber stark angerissen. Heidfeld und Manager Werner Heinz nehmen dem Iren übel, dass er den Deutschen nur für erhebliches Geld an Williams ausleihen wollte. Jordan sucht bereits nach Ersatz. Im Spätsommer soll der Niederländer Christijan Albers eine Testchance bekommen.

An eine Fortsetzung seiner Karriere bei den Hinterbänklern aus Silverstone denkt Heidfeld ohnehin nur im Notfall. Sein gelber Renner ist jetzt schon eher ein Klotz, der ihn in die Tiefe zieht, als ein Katapult in eine bessere Zukunft. Jordan verliert bei den Mittelfeld-Teams immer weiter den Anschluss. Umso schwerer fällt es Heidfeld, sich mit guten Leistungen für ein stärkeres Team zu empfehlen.

Überall steht Coulthard im Weg

Bessere Karten hat David Coulthard. Der Schotte könnte in den nächsten Rennen vom Aufwind bei McLaren profitieren und sich im günstigsten Fall 2005 genau jenen zweiten Williams sichern, auf den Heidfeld spekuliert. Zwar ist Coulthard der Wunschfahrer bei Jaguar, nur ist die Zukunft des Raubkatzen-Teams keineswegs gesichtert. Heidfelds Manager Heinz hofft nichtsdestotrotz auf den zweiten Platz bei den Raubkatzen. Coulthard würde ein Williams-Angebot vorziehen und hat bereits signalisiert, dass sein Gehalt für ihn zweitrangig wäre.

Bei Frank Williams sind die großen Namen der Vergangenheit Mika Häkkinen und Jacques Villeneuve wieder in den Hintergrund getreten. Williams bevorzugt bekannte Größen, und Coulthard ist eine solche Größe. Allerdings erkundigte sich Sir Frank unlängst auch nach den Qualitäten von BAR-Testfahrer Anthony Davidson.

Peter Sauber: "Logische Wahl"

Vernachlässigt man Minardi als möglichen Arbeitgeber bleibt nur noch ein Team übrig, bei dem Heidfeld unterkommen könnte: Sauber. Auch dort würde man gerne Coulthard beschäftigten, vom jungen Schweizer Neel Jani ist Peter Sauber nicht mehr allzu überzeugt. Sauber befürchtet, dass ihm im Falle eines Jaguar-Verkaufs Sponsor Red Bull den Österreicher Christian Klien auf's Auge drückt. Mögliche Optionen wären DTM-Jungstar Gary Paffett oder der Italiener Vitanonio Liuzzi, der zur Zeit die Formel 3000 dominiert, und an dem Ferrari für eine Rolle als Testfahrer interessiert ist.

Doch Liuzzi und Paffett fehlt die Erfahrung, Felipe Massa, der bei Sauber bleibt, gilt nicht gerade als Entwicklungsspezialist. 1:0 für Heidfeld? "Nick ist eigentlich die logische Wahl", sagt Peter Sauber. "Aber wie erkläre ich meinen Sponsoren, dass ich einen Fahrer hole, den ich schon einmal entlassen habe?"

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