Nürburgring-Verkauf

Ecclestone zeigt Interesse

Bernie Ecclestone - Formel 1 - GP Deutschland - 5. Juli 2013 Foto: xpb 41 Bilder

Der Nürburgring steht zum Verkauf. Und offenbar stehen die Interessenten Schlange. Bernie Ecclestone hat am Rande des GP Deutschland seine Kaufabsicht bestätigt. Der Fahrerlagerfunk meldet: Auch der ADAC und Red Bull bieten offenbar mit.

In den Verkauf des Nürburgrings kommt Bewegung. Kurz vor dem Grand Prix-Wochenende wurde im rheinland-pfälzischen Landtag mit rot-grüner Mehrheit ein Gesetz durchgedrückt, das ein öffentliches Zugangsrecht zum Nürburgring festschreibt. Das heißt: Egal, wer künftig das Sagen am Ring hat, der Rennbetrieb und die populären Touristenfahrten werden nicht eingestellt. Kaufinteressenten haben damit Rechtssicherheit.

Nürburgring-Verkauf noch 2013

Nun sind alle gespannt, wer den Zuschlag bekommt. Der öffentliche Ausschreibungsprozess wurde Mitte Mai gestartet. Danach können Interessierte die ganze Anlage kaufen, oder nur Einzelteile - zum Beispiel die Grand Prix-Strecke, die Nordschleife oder das Eifeldorf. Bis Ende des Jahres soll der Verkauf abgeschlossen sein.

Wer die älteste deutsche Formel 1-Strecke erwerben will, muss wohl eine dreistellige Millionensumme auf den Tisch legen. Nach aktuellen Prognosen soll der Ring für 2013 mit einem Gewinn abschließen. Interessenten scheinen Schlange zu stehen.

Ecclestone bekundet Kaufabsicht

Der letzte, der sein Interesse bekundet hat, ist Bernie Ecclestone. "Gut möglich, dass ich ihn kaufe", erklärte der Formel 1-Boss in der "Welt". "Zumindest denke ich darüber nach. Wenn ich das mache, würde das bedeuten, dass der Große Preis von Deutschland in Zukunft gesichert ist."

Ob sich Ecclestone nur bei den deutschen Formel 1-Fans beliebt machen will oder ein ehrliches Interesse hat, in den Traditionskurs zu investieren, ist unklar. "In ein paar Monaten könnte die Entscheidung fallen. Trotzdem würde der Große Preis von Deutschland nächstes Jahr in Hockenheim stattfinden. Es gibt verbindliche Verträge, die werde ich einhalten. Wie es danach weitergeht, werden wir sehen", so Ecclestone.

Interesse auch vom ADAC und Red Bull?

Offenbar ist der 82-jährige Engländer auch nicht der einzige Interessent. Im Formel 1-Fahrerlager hört man viele Namen, die offenbar ein Angebot eingereicht haben. So würde der ADAC gerne künftig das Kommando in der Eifel übernehmen. Die Kriegskasse des Automobilclubs mit seinen 18 Millionen Mitgliedern ist gut gefüllt. Gerüchten zufolge will sich der ADAC mit einem großen deutschen Automobilhersteller zusammenschließen.

Ein weiterer Name, der in der Liste möglicher Interessenten immer wieder genannt wird, ist Dietrich Mateschitz. Unter der Red Bull-Flagge läuft bereits die ehemalige Formel 1-Strecke in Spielberg. Der traditionsreiche Nürburgring würde sicher gut in das Portfolio des Getränke-Riesen passen.

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