Formel 1 - GP Japan 2014 Pirelli
Daniel Ricciardo - GP Japan 2014
Adrian Sutil - GP Japan 2014
Jules Bianchi - GP Japan 2014
Rote Flagge - GP Japan 2014 63 Bilder

Nur 7 Fahrer auf Regen-Reifen

Haben die Piloten zu viel riskiert?

Einige Fahrer forderten nach dem GP Japan einen früheren Einsatz des Safety-Cars. Weil am Ende die Bedingungen immer schlechter wurden. Doch muss man deshalb der Rennleitung einen Vorwurf machen? Es gab auch die Möglichkeit auf Schlechtwetter-Reifen zu wechseln. 7 Fahrer haben es getan.

Felipe Massa ärgerte sich nach dem GP Japan. Und das hatte nicht nur mit dem schweren Unfall von Jules Bianchi zu tun. "Die letzten vier Runden waren ein Eiertanz, immer knapp am Abflug. Die Strecke wurde immer rutschiger, die Sicht immer schlechter. Das Safety-Car hätte früher kommen müssen."

Lotus-Einsatzleiter Alan Permane widerspricht: "Man kann nicht wegen jeder Wetterverschlechterung nach dem Safety-Car rufen. Es gibt auch die Möglichkeit, von Intermediates auf Schlechtwetter-Reifen zu wechseln. Das wollen die Fahrer natürlich nicht, weil sie damit Zeit verschenken."

Die so genannten "Full wet Tyres" sind nicht nur wegen ihres grobstolligen Profils langsamer. Sie haben auch fünf Millimeter mehr Umfang als ein Intermediate und erhöhen dementsprechend die Bodenfreiheit. Und das kostet Abtrieb.

Sebastian Vettel warnt noch vor einem anderen Problem: "Der Schlechtwetter-Reifen hat ein extrem kleines Fenster, in dem er arbeitet. Außerdem ist bei sehr viel Regen die Wasserverdrängung nicht so gut wie sie sein sollte. Deshalb entscheiden sich im Grenzfall nicht alle für diese Reifen. Und so ein Grenzfall lag in den Schlussrunden in Suzuka vor."

Nur wenige Piloten wechseln Reifen

7 Fahrer haben in den letzten sieben Runden ihre Intermediates gegen echte Regenreifen eingetauscht: Jenson Button, Kimi Räikkönen, Romain Grosjean, Pastor Maldonado, Kevin Magnussen, Marcus Ericsson und Kamui Kobayashi. Sie zollten damit Bedingungen Tribut, die grenzwertig waren.

Magnussen ging 2 Runden vor Button auf Regenreifen. Er war in der ersten vergleichbaren Runde zwei, in der zweiten vier Zehntel schneller als der mit zehn Runden alten Intermediates bereifte Teamkollege.

Ein McLaren oder Lotus ist mit einem Mercedes oder Red Bull nicht vergleichbar. Lewis Hamilton und Nico Rosberg merkten nur an ihrem Visier, dass es ab Runde 35 stärker zu regnen begann. "Wir haben ein Auto mit so viel Abtrieb, dass wir kaum Tempo rausnehmen mussten. Ich verstehe aber Kollegen, die in schlechteren Autos mit weniger Anpressdruck sitzen. Für die werden diese Verhältnisse kritisch. Als ich am Funk hörte, dass einige Fahrer auf Schlechtwetter-Reifen umgerüstet haben, habe ich mich zunächst gewundert. Aber sie brauchten diese Reifen wahrscheinlich, weil sie am Limit waren."

Sutil kritisierte die schlechte Sicht

Sebastian Vettel berichtete selbst in der Phase stärker werdenden Regens von wechselnder Intensität. "Zunächst war es grenzwertig. Kurz vor dem Safety-Car hat es wieder etwas weniger geregnet. Erst als es dann wieder losbrach, haben wir uns dafür entschieden, neue Intermediates aufzuziehen."

Adrian Sutil brachte auch die einbrechende Dunkelheit ins Spiel: "Die Sicht wurde immer schlechter, und Kurve 7 ist im Regen eine kritische Stelle. Weil dort immer Wasser steht. Da sind einige voll quer durchgekommen. Vielleicht hätte man deshalb das Rennen früher stoppen sollen."

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Nein, man kann nicht immer sofort stoppen. Die Piloten sollen langsam fahren.
Motorsport Aktuell Safety-Car - GP Japan 2014 Schmidts F1-Blog Es gibt kein Sicherheitsproblem

Der Unfall von Jules Bianchi heizt die Sicherheitsdiskussion wieder an....

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