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Vettel in Singapur mit neuem Elan

Nur Alonso in Vettels Liga

Sebastian Vettel ist am ersten Trainingstag in Singapur buchstäblich geflogen. Der Red Bull-Pilot zeigte mit einer deutlichen Trainingsbestzeit, dass er den Traum vom WM-Titel weiterträumen will. Bei sechs Zehntel Rückstand herrschte Ratlosigkeit im Verfolgerfeld.

So deutliche Zeitabstände gab es zuletzt beim GP Ungarn. Auch da hatte Sebastian Vettel den Rest der Welt in Grund und Boden gefahren. Inklusive seinem Teamkollegen Mark Webber. Die Herrlichkeit dauerte damals aber nur bis zum Samstag an.

Vettel konnte im zweiten Singapur-Training von 21.30 Uhr bis 23.00 Uhr keiner das Wasser reichen. Er war der einzige, der zwei 1.46er Runden auf den Asphalt hämmerte. Und auch seine drittschnellste Runde von 1.47,168 Minuten wäre noch für die Bestzeit gut gewesen. Im Dauerlauf lag Mark Webber näher an Vettels Zeiten.

Webber mit Verbesserungsbedarf

"Ich muss mich auf eine Runde verbessern", peitscht sich der Australier voran. Teamberater Helmut Marko gibt Rückendeckung: "Wie wir Mark kennen, wird er jetzt die Daten studieren und schauen wo Sebastian schneller ist, und dann wird er morgen eine Antwort geben."

Vettel machte seine Zeit in den kurvenreichen Sektoren zwei und drei. Vor allem im letzten Streckenabschnitt mit den vielen 90-Grad-Kurven wirkte der Heppenheimer unantastbar. Er ließ seinen Red Bull mit Leichtigkeit um die Ecken und über die Randsteine fliegen.

Marko: "Alonso-Abflug mit Ankündigung"

Höchstens Fernando Alonso hätte dem Dominator des Freitagstrainings gefährlich werden können. Zwei Sektoren lang nahm der Ferrari-Pilot Kurs auf die Bestzeit, dann rutschte das rote Auto vor der Einfahrt in den Tunnel unter der Theatertribüne in den Notausgang. "So wie der gefahren ist, war das absehbar. Der war vorher schon ein paar Mal am Abfliegen", urteilte Marko. "Das war Alonso und nicht der Ferrari."

Die Red Bull zeigten die erwartet starke Form in den langsamen Kurven des Marina Bay Circuits. Die Modifikationen am Frontflügel und Unterboden brachten noch einmal drei Zehntel. Ob die Fahrer im Rennen den F-Schacht benutzen oder nicht ist noch offen. Die Rundenzeiten sprechen eher dafür. Gleiches hört man von Ferrari. Vettel jedenfalls ist der Mann, den man schlagen muss. Peter Sauber fiel beim Flug nach Singapur schon auf. "Sebastian wirkte viel relaxter als in den letzten Wochen."

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