Esteban Ocon - Manor - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 25. August 2016 sutton-images.com
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Ocon auf Schumis Spuren

"Schon halb so erfolgreich wäre gut"

Mercedes-Junior Esteban Ocon feiert in Spa sein Formel 1-Debüt – genau wie Michael Schumacher vor 25 Jahren. Der Manor-Neuling würde seinem berühmten Vorgänger gerne nacheifern, doch die ersten Ziele für die Premiere sind bescheiden.

So einen großen Medienauflauf hatte man beim kleinen Manor-Team lange nicht gesehen. Esteban Ocon war vor seinem F1-Debüt beim GP Belgien ein gefragter Mann. Natürlich dauerte es nicht lange, bis der Franzose auf die Parallelen mit Michael Schumacher angesprochen wurde. Auch der Rekordchampion war mal im Mercedes-Juniorkader und feierte 1991 seine Grand Prix-Premiere in Spa.

Ocon will nicht an Schumi denken

„Er war eines meiner großen Idole“, so Ocon über seinen berühmten Vorgänger. „Wenn ich nur halb so erfolgreich sein würde wie er, dann wäre ich schon sehr zufrieden“, gab sich der Youngster bescheiden. „Erst einmal denke ich aber nicht an Schumacher. Das würde nur Extra-Druck bedeuten. Ich blicke nur auf mich selbst.“

Der 19-Jährige zeigte sich stolz und dankbar, dass er von Renault und Mercedes die Chance auf den ersten Formel 1-Einsatz bekommen hat. „Darauf habe ich lange hingearbeitet. Jetzt liegt es an mir, möglichst schnell auf ein vernünftiges Tempo zu kommen. Die Trainings sollten ausreichen. Ich hoffe, dass ich im Qualifying schon auf einem guten Level kämpfen kann.“

Ocon will von Wehrlein lernen

Für zusätzliche Brisanz sorgt das Teamduell mit Pascal Wehrlein, der ebenfalls ein Mercedes-Junior ist und irgendwann in das Werksteam aufsteigen will. „Er ist ein sehr schneller Fahrer“, so Ocon über den neuen Rivalen. „Ich muss am Anfang versuchen, so viel wie möglich von ihm zu lernen. Er kennt das Auto ja schon seit dem Saisonbeginn und hat viel mehr Erfahrung.“

Auch auf den Vergleich mit Max Verstappen wurde Ocon angesprochen. Den Holländer hatte er 2013 in der Formel 3 immerhin geschlagen: „Er war einer der härtesten Gegner in meiner Karriere. Da waren enge Fights dabei. Aber am Ende bin ich Meister geworden. Trotzdem ist er eine gute Messlatte. Wenn ich normal meinen Job erledige, sollte das gut sein. Ich mache mir deswegen keine Sorgen.“

Kleinere Probleme gab es nur mit der Größe von Ocon. Der Rookie misst immerhin 1,85 Meter. „Ich war 2 Tage lang in der Fabrik zur Sitzanpassung. Das war nicht so einfach. Aber jetzt haben wir eine Lösung gefunden, mit der ich zufrieden bin. Das war in den unteren Serien mit kleineren Autos teilweise noch schwieriger.“

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