Ocon blockiert Stroll-Wechsel

Bei Williams kein Platz für Ocon

Lance Stroll - Williams - Esteban Ocon - Force India - GP Singapur 2018 Foto: xpb 14 Bilder

Der schnelle Wechsel von Lance Stroll zu Force India ist mit Hindernissen gepflastert. Dazu müsste Esteban Ocon ein Cockpit finden. Der Weg zu Williams ist momentan versperrt, weil Robert Kubica eine Garantie hat, dass er dort zum Zug kommt, wenn Stroll geht.

Eigentlich hätte alles schon in Monza passieren sollen. Lance Stroll zu Force India, Robert Kubica als Stroll-Ersatz bei Williams, Esteban Ocon statt Stoffel Vandoorne zu McLaren. Doch dann platzte der große Fahrertausch, weil sich für Esteban Ocon kein Cockpit fand. McLaren stellte Forderungen, die Ocons Arbeitgeber Mercedes nicht erfüllen konnte. Und ohne einen Landeplatz für Ocon wird auch bei Force India kein Platz frei, stellte Mercedes-Teamchef Toto Wolff klar. Der Franzose hat einen Vertrag bis zum Saisonende.

Lawrence Stroll, der neue starke Mann bei Force India, hat trotzdem ein Interesse, seinen Sohn so früh wie möglich bei seinem Rennstall zu platzieren. Zumal der Leidensdruck bei Williams immer größer wird. In Singapur waren die Williams so chancenlos wie schon lange nicht mehr. Lance Stroll und Sergey Sirotkin fuhren im Training 1,4 Sekunden hinter dem Rest des Feldes her. Andererseits etablierte sich Force India mit dem Aerodynamik-Upgrade klar als vierte Kraft im Feld.

Kubica hat eine Fahrgarantie

Das weckt Begehrlichkeiten. In Singapur kamen wieder Gerüchte auf, Stroll junior könnte schon in Sotschi für Force India fahren. Ocon weiß davon nichts: „Mein Vertrag sagt, dass ich bis zum Saisonende fahre.“ Man kann den Franzosen auch nicht so einfach zu Williams abschieben. Dort hat Robert Kubica eine Garantie, dass er mindestens zwei Rennen fährt, sobald ein Cockpit frei wird. Der Pole müsste schon freiwillig seinen Anspruch aufgeben, damit ein Platztausch erfolgen kann. Was angesichts der desolaten Vorstellung des Autos durchaus eine Option ist. In einem Williams kann sich der Pole derzeit nichts Gutes tun.

Bei Force India ist man nicht unglücklich, wenn alles so bleibt wie es ist. Trotz der erneuten Kollision zwischen Sergio Perez und Esteban Ocon in Singapur. Force India will unbedingt noch McLaren auf Platz 6 einholen. Zwischen Platz 6 und 7 liegt der höchste Sprung im Preisgeld. Sieben statt drei Millionen Dollar. Der Rückstand beträgt jetzt 26 Punkte. Ein Fahrerwechsel so kurz vor Saisonende würde Force India nur schwächen. Stroll bräuchte zwei oder drei Rennen, bis er sich einlebt. Und auch danach muss bezweifelt werden, ob er auf dem gleichen Niveau wie Perez oder Ocon fährt.

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