Ocon fordert Wehrlein heraus

Vier Zentimeter tiefer im Sitz

Esteban Ocon - Manor - GP Malaysia 2016 Foto: xpb 23 Bilder

Esteban Ocon sitzt seit dem GP Malaysia tiefer in seinem Auto. Und damit auch komfortabler. Prompt forderte der Franzose Pascal Wehrlein im Training heraus. Das Rennen ging wieder an Wehrlein. Trotz eines überflüssigen Boxenstopps.

Es wurde nicht viel darüber gesprochen. Doch die ersten 3 Grand Prix waren für Esteban Ocon eine Qual. Der lange Franzose saß verkrümmt in seinem Manor-Mercedes. Nach 2 Stunden Singapur Grand Prix war der ganze Rücken wundgescheuert. Danach ließ Mercedes seinen an Manor ausgeliehenen Schützling elektronisch vermessen. Und Manor half beim Sitz nach.

Ocon sitzt jetzt 4 Zentimeter tiefer und damit bequemer im Cockpit. Trotzdem ragt sein Kopf noch in die Luftzuführung der Airbox. Was aerodynamisch nicht ideal ist. Doch die Maßnahmen machten Ocon schneller. Im Trainingsduell schlug er Pascal Wehrlein um 0,136 Sekunden. „Die beiden geben es sich wie Rosberg und Hamilton“, freute sich Mentor Toto Wolff.

Mexiko die beste Strecke im Restprogramm für Manor

Im Rennen drehte Wehrlein die Reihenfolge wieder um. Er kam trotz eines zusätzlichen Boxenstopps 26 Sekunden vor dem Franzosen ins Ziel. Ocon wurde wegen Überschreiten des Tempolimits in der Box zwei Mal mit 5-Sekundenstrafen gebüßt. Dafür durfte er sich in den ersten beiden Runden in dem Gefühl einer Top Ten-Platzierung sonnen. „Ich hatte einen Mega-Start und auf den Soft-Reifen lief das Auto echt gut.“

Der dritte Reifenwechsel von Wehrlein war rückblickend überflüssig. „Ich lag schon 12 Sekunden vor Esteban. Der Boxenstopp hat mich wieder hinter ihn geworfen. Das Team wollte sich aber für den Fall eines Safety-Cars absichern.“ Wehrlein hatte in Runde 30 einen Satz harter Reifen aufgezogen. Da es nichts zu verlieren gab, kam in der 41. Runde noch eine Garnitur Soft drauf.

Wehrlein zeigte sich überrascht, dass Manor in Sepang chancenlos gegen Sauber und Renault war. „In Spa waren wir eigentlich gut dabei. Dort gibt es ähnliche Passagen wie in Malaysia. Suzuka wird für uns noch schwieriger. Ich glaube unsere beste Chance im Restprogramm ist Mexiko.“

Für Ocon war es auf jeden Fall eine Steigerung. Der Franzose hat im Mercedes-Lager einen gewichtigen Fürsprecher. Chefdesigner Aldo Costa ist ganz begeistert von dem Feedback, das der 20-Jährige aus Evreux bei den Testfahrten und im Simulator abliefert.

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