Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - Test - Barcelona - 10. März 2017 Stefan Baldauf
Mercedes AMG W08 - F1-Auto - 2017
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Öl-Checks neu definiert

Maximal 0,6 Liter pro 100 Kilometer

Die FIA wird zu Saisonbeginn bei den Ölkontrollen nachsichtig sein. Das geplante Limit für den Ölverbrauch von 0,6 Liter pro 100 Kilometer ist in den ersten vier Rennen nur ein Anhaltspunkt.

Red Bull hatte das Thema auf den Tisch gebracht. Der Rennstall aus Milton Keynes forderte am 24. Februar von der FIA eine Klarstellung des Paragrafen 4.6 im Technischen Reglement. Darin geht es um den Einsatz von Öl als Zusatz zum Benzin. Red Bull hatte den Verdacht, dass Mercedes bewusst Öl in die Brennräume drückt, um dadurch dem Kraftstoff unerlaubte Additive beizumischen und die Verbrennung zu verbessern.

Das war nach Ansicht von Red Bull das Geheimnis der wundersamen Leistungssteigerung aller Autos mit Mercedes-Motoren im Q3 der Qualifikation. Mercedes wies den Vorwurf zurück. Man selbst habe 2013 versucht, diesem Trick einen Riegel vorzuschieben, indem man den Antrag stellte, die Öltanks auf 5 Liter zu begrenzen. Ausgerechnet Red Bulls Motorpartner Renault habe diesen Vorschlag abgewürgt.

Wer misst den Ölverbrauch in der Qualifikation?

Dass Öl während des Verbrennungsvorgangs von unten an den Kolbenringen vorbei in die Brennräume gedrückt wird, ist normal. Die FIA will nun sicherstellen, dass die Motorenhersteller dies nicht bewusst zur Leistungssteigerung nutzen und mehr Öl als nötig der Verbrennung zuführen. In einem Schreiben an die Teams wurde ein Verbrauchslimit von 0,6 Liter pro 100 Kilometer festgesetzt.

Das ist allerdings nur eine Direktive und keine Regel. Die FIA nimmt sich das Recht heraus, bei einem höheren Verbrauch zu prüfen, ob die Motoren absichtlich so konstruiert wurden, Öl als Benzin zu nutzen. Zu Saisonbeginn werden die FIA-Inspektoren den Grenzwert allerdings nicht so genau nehmen. „Alle Hersteller haben neue Motoren gebaut. Uns ist bewusst, dass es am Anfang der Entwicklungsphase aus Sicherheitsgründen zu einem erhöhten Ölverbrauch kommen wird. Wenn die neue Motorengeneration einmal eingefahren ist, werden wir das Limit strenger überwachen.“

Ein Problem bleibt. Mit der Handhabe kann der Verband den Ölverbrauch im Rennen kontrollieren. Für die Qualifikation ist das im Moment unmöglich. Es gibt keine Messmethoden, wie viel Öl in einem Zeitraum über eine Runde verbraucht wird. Red Bulls Verdacht richtete sich mehr auf die Qualifikation als auf das Rennen. Die FIA überlegt deshalb, bis 2018 Messmethoden zu entwickeln, den Ölkonsum wie bei der Benzindurchflussmenge jederzeit bestimmen zu können.

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