Pastor Maldonado 2014 bei Lotus

Millionen-Mann unterschreibt Lotus-Vertrag

Pastor Maldonado - 2013 Foto: Williams 43 Bilder

Pastor Maldonado fährt 2014 bei Lotus und wird damit Nachfolger von Kimi Räikkönen. Ausschlaggebend für die Verpflichtung des Venezolaners war nicht sein Talent sondern sein Sponsoren-Paket, das Lotus rund 40 Millionen Euro pro Jahr bringt.

Pastor Maldonado hat bei Lotus einen Vertrag für die Saison 2014 unterschrieben. Das hat der Rennstall aus Enstone am Freitag (29.11.2013) endlich offiziell bestätigt. Der 28-Jährige wird neuer Teamkollege von Romain Grosjean. Nach dem Abgang von Kimi Räikkönen war das begehrte Cockpit freigeworden. Nun sind wieder alle Plätze bei den Top 5-Teams der abgelaufenen Saison besetzt.

Maldonado dank Sponsor-Millionen zu Lotus

Maldonado war zuletzt einer der gefragtesten Piloten im Feld. Nachdem der Südamerikaner seinen Vertrag bei Williams gekündigt hatte, wurde er gleich von mehreren Teams umworben. Auch Sauber machte sich Hoffnung auf die Unterschrift des 58-fachen GP-Teilnehmers.

Grund für die Beliebtheit des Venezolaners sind allerdings nicht seine Leistungen auf der Strecke - in der abgelaufenen Saison landete er nur auf Rang 18 in der Fahrerwertung. Maldonado wurde hofiert, weil an seiner Verpflichtung auch ein dicker Sponsordeal hängt. Die staatliche venezolanische Ölgesellschaft PDVSA pumpt jährlich rund 40 Millionen Euro in die Karriere des nationalen Superstars.

Teamleitung wollte Hülkenberg

Gegen solche Argumente hatte am Ende auch Nico Hülkenberg keine Chance, der sich ebenfalls Hoffnungen auf das Lotus-Cockpit gemacht hatte. Ohne eigene Großsponsoren musste der Rheinländer zu Force India ausweichen. Lotus-Teamchef Eric Boullier hatte allerdings immer wieder betont, dass Hülkenberg von den fahrerischen Qualitäten der Wunschkandidat sei.

Lotus ist jedoch auf die Maldonado-Millionen angewiesen, weil ein lange geplanter Investorendeal trotz Zusicherungen der Geschäftspartner aus dem nahen Osten nicht abgeschlossen werden konnte. Durch die finanziell angespannte Lage sollen sogar zuletzt die November-Gehälter an die Belegschaft nicht rechtzeitig gezahlt worden sein. Mit der Unterschrift dürfte sich die Lage zumindest etwas entspannen.

Fahrerisch hat sich Lotus mit der Verpflichtung Maldonados allerdings klar verschlechtert. Maldonado konnte in seiner Karriere nur ein großes Highlight setzen. Er gewann 2012 den Grand Prix von Spanien im Williams. Danach fiel er vor allem durch Kollisionen und unqualifizierte Äußerungen auf. So warf er seinem Ex-Rennstall zuletzt indirekt vor, dass ihn die Ingenieure sabotieren.

Maldonado freut sich auf Lotus-Herausforderung

Bei der offiziellen Verkündung war das Sponsorgeld natürlich kein Thema: "Ich kenne Pastor schon seitdem er in der Renault World Series 2005 mit unserem DAMS Team gefahren ist", erinnert sich Boullier. "Es ist klar, dass er den nötigen Speed und das Potenzial besitzt, was auch sein GP2-Titel im Jahr 2010 bestätigt hat. Auch mit Williams hat er immer wieder starke Rennen gezeigt. Wir sind davon überzeugt, dass wir ihm die richtige Umgebung bieten können, damit er wieder auf der Strecke aufblühen kann."

Auch Maldonado zeigte sich mit dem neuen Cockpit zufrieden. "Das ist eine fantastische Gelegenheit für mich. Es ist kein Geheimnis, dass ich einen Szenenwechsel wollte, um meiner Formel 1-Karriere einen neuen Schub zu verpassen. Lotus hat mir die besten Möglichkeiten angeboten, damit ich nächste Saison in einem konkurrenzfähigen Auto sitze. Das Reglement und die Autos werden sich stark verändern. Es ist also ein guter Zeitpunkt für einen Neustart. Ich kann es kaum erwarten, in Gold und Schwarz anzutreten."

Maldonado und Grosjean sollen 2014 für Überraschungen sorgen

Zusammen mit Maldonado wurde auch Romain Grosjean offiziell verkündet. Die Verlängerung mit dem Franzosen war aber nur noch Formsache. Lotus will 2014 mit der neuen Paarung wieder ganz vorne angreifen, wie Boullier erklärte: "Wir arbeiten nun schon mehr als 2 Jahre an dem Auto für das neue Reglement 2014 und sind zuversichtlich, dass wir eine gute Lösung für die kommenden Herausforderungen gefunden haben. Mit Romain und Pastor kann Lotus, so glaube ich, ein paar Überraschungen im nächsten Jahr landen."

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