Pat Symonds

FIA hat keine Ahnung

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Renaults Chefingenieur glaubt fest an die Rückkehr des Schwingungsdämpfers in den Renault R26. Pat Symonds bezweifelt, dass die Sportbehörde FIA in einer unvoreingenommenen Sportgerichtsverhandlung das Verbot der umstrittenen Technik aufrecht halten kann.

Wenn das internationale Schiedsgericht am 22. August über die Legalität der Schwingungsdämpfer entscheidet, wird Renault an der Verhandlung teilnehmen. Chefingenieur Pat Symonds ist mehr als zuversichtlich, dass sein Team als Sieger aus der Auseinandersetzung hervorgeht.

"Wenn die FIA die Verhandlung gewinnt - und ich sehe eigentlich auf Basis ihrer Argumentation keinen Grund, wie sie gewinnen könnte - wenn sie aber doch gewinnt, dann müssen wir uns ernsthaft darüber unterhalten, wie eigentlich ein Rennauto definiert ist, sein Fahrwerk, einfach alles", sagt Symonds gegenüber der britischen Autosport.

Pat Symonds: "Viele Teile stehen zur Diskussion"

Renault stößt sich an der FIA-Argumentation, nachdem der Schwingungsdämpfer in der Nase des Renault eine unerlaubte Fahrhilfe darstellt. Das System, dass auf Bodenwellen die Bodenfreiheit und den Luftstrom am Frontflügel konstant hält, ist in FIA-Chef Max Mosleys Augen ein verstellbares aerodynamisches Hilfsmittel. Renault ist der Ansicht, dass es sich wie bei den Stoßdämpfern um eine Fahrwerkskomponente handelt.

Seit drei Rennen traut sich Renault nicht mehr, die Schwingungsdämpfer zu benutzen, weil die FIA sie für illegal erklärt hat. Seit die - von der FIA eingesetzten - Rennkommissare in Hockenheim die Technik als legal einstuften, hat sich die Sporthoheit in eine Sackgasse manövriert.

Symonds glaubt, dass der Fall Schwingungsdämpfer nur die Spitze des Eisbergs darstellt: "Wenn die FIA an ihrer Art der Interpretation festhält, gibt es viele, viele andere Teile, die zur Diskussion stehen."

Pat Symonds: "Ein blaues Hemd bleibt ein blaues Hemd"

Dann wird der Renault-Ingenieur deutlicher: "Es ist offensichtlich, dass sie (die FIA) das System nie wirklich verstanden hat. Man kann seine Meinung nicht ändern, wenn es um Fakten geht. Wenn Flavio ein blaues Hemd anhat, ist es blau. Darüber kann man keine Meinungsverschiedenheit haben."

Konkret bezieht sich Symonds auf die technische Direktive Nummer 20, die die Sportbehörde zwischen den Großen Preisen von Frankreich und Deutschland herausgab: "Die FIA hat das System als legal eingestuft, aber dann ihre Meinung geändert. Das ist ein ziemlich seltsamer Vorgang. Es legt den Schluss nahe, dass sie dort nicht wirklich wissen, wass sie tun. Ich würde sogar sagen, dass sie es jetzt noch nicht verstehen."

Um die FIA nicht alluzusehr zu provozieren rudert der Engländer wieder ein Stück zurück: "Wie auch immer, wir haben natürlich großes Vertrauen in das internationale Sportgericht. Wir glauben an seine Unabhängigkeit, und wir werden seine Entscheidung respektieren."

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