Sergio Perez - GP Monaco 2019 xpb

Perez sauer nach Monaco-GP

Ärger über Stewards und Marshals

Sergio Perez erlebte einen aufregenden Monaco-Grand-Prix. Erst wäre der Mexikaner beinahe mit einem Streckenposten kollidiert, später sorgte das Duell mit Kevin Magnussen für einen erhöhten Pulsschlag.

Bei Racing Point zeigt die Formkurve nach unten. Nach der Pleite von Barcelona blieben die rosa Panther in Monaco nun schon zum zweiten Mal in Folge ohne Punkte. Dem Auto fehlt es im Vergleich zur Konkurrenz an Abtrieb. Auf kurvigen Strecken kämpfen Sergio Perez und Lance Stroll auf verlorenem Posten.

Beim Klassiker im Fürstentum wäre aber trotz der Startplätze 16 und 17 vielleicht etwas möglich gewesen. Dank einer guten Strategie in der Safety-Car-Phase machte sich Perez schon nach 15 Runden im Rückspiegel von Kevin Magnussen bemerkbar, der elf Plätze weiter vorne gestartet war. Doch obwohl der Racing Point deutlich schneller war, ging nichts voran.

Gleich zweimal setzte Perez in der Schikane nach dem Tunnel zum Angriff auf den Dänen an. Doch Magnussen wich dem direkten Duell jeweils aus, in dem er einfach die Schikane innen abkürzte und damit vorne blieb. In solchen Fällen muss die Position eigentlich direkt getauscht werden. Doch Magnussen dachte gar nicht daran.

Sergio Perez vs. Kevin Magnussen - GP Monaco 2019
Wilhelm
Perez war eigentlich schon vorbei an Magnussen, doch in der Schikane kürzte der Däne einfach ab.

Magnussen-Strafe hilft Perez nicht

Obwohl die Szenen selbst im TV-Bild zu sehen waren, griff auch die Rennleitung nicht ein. Erst nach der Zieldurchfahrt wurde eine offizielle Untersuchung des Duells eingeleitet. Und drei Stunden nach dem Rennende war dann endlich auch das Urteil da: Magnussen kassierte eine 5-Sekunden-Strafe, die ihn hinter Perez und Hülkenberg auf Rang 14 spülte.

Für Perez war es nur ein schwacher Trost. Auf Rang 12 verpasste er die Punkte knapp. „Die Stewards haben viel zu lange gebraucht, um die Entscheidung zu treffen“, schimpfte der 29-Jährige. „Den Platz nachträglich zu bekommen, hilft mir nicht viel. Wenn die Positionen gleich getauscht worden wären, hätte es ein ganz anderes Rennen werden können.“

Die FIA-Schiedsrichter halten die Leine dieses Jahr bewusst locker. Strafen sollten nur bei klaren Verstößen ausgesprochen werden. Doch im Fall von Perez war die Situation eindeutig. Als Entschuldigung kann man nur anfügen, dass Rennleiter Michael Masi in seine neue Position noch reinwachsen muss. Der Australier hatte den plötzlich verstorbenen Charlie Whiting erst zu Saisonbeginn ersetzt.

Beinahe-Kollision mit Streckenposten

Die FIA musste sich von Perez auch für eine zweite Situation unangenehme Fragen gefallen lassen. Als der Mexikaner nach seinem Boxenstopp wieder auf die Strecke zurückkehrte, kreuzten an der Boxenausfahrt plötzlich zwei Streckenposten den Weg des Racing-Point-Renners.

Der Pilot hatte mit frischen Reifen schon auf über 150 km/h beschleunigt und hätte nicht mehr Bremsen können. Nur die schnelle Reaktion eines der Marshalls verhinderte einen Zusammenprall. Während des Rennens waren die Bilder der Onboard-Kamera nicht gezeigt worden. Um auf die heikle Situation aufmerksam zu machen, verbreitete Perez die Szene nach dem Rennen selbst über seinen Twitter-Account.

Dem Pilot hatte es demnach einen ordentlichen Schrecken eingejagt: „Nach dieser Situation können wir uns glücklich schätzen, dass wir alle unversehrt nach Hause zu unseren Familien zurückkehren können. Im Sinne der Sicherheit der Streckenposten hoffe ich, dass so etwas nie mehr wieder vorkommt.“

Warum die Marshals in dem gefährlichen Bereich arbeiten konnten, ließ sich nicht genau aufklären. In diesem Fall kann man allerdings nicht Rennleiter Michael Masi die Schuld für den Fehler in die Schuhe schieben. Für die direkte Kommunikation mit den Streckenposten ist der sogenannte „Clerk of the Course“ zuständig, der sich aber mit der Rennleitung abstimmen muss.

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