Perez sieht großes Potential im VJM09

"Ich hoffe, dass wir in Top 5 bleiben"

Sergio Perez - Force India - Formel 1-Test - Barcelona - 23. Februar 2016 Foto: xpb 14 Bilder

Sergio Perez kletterte am Dienstag (23.2.2016) erstmals in den neuen Force India VJM09. Der Mexikaner spulte gleich 101 Runden ab. Und war zufrieden mit seinem neuen Arbeitsgerät. "Im Auto steckt noch sehr viel Potential."

Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen der Vergangenheit und dem Jetzt-Zustand. Im Vorjahr stieß Force India erst am zehnten Testtag zum Formel 1-Tross und hatte nur drei Tage Zeit, sein neues Auto kennen zu lernen. Wobei das neue Auto nicht ganz neu war. Sondern nur eine Übergangslösung. Probleme mit dem Cash Flow und bei der Chassis-Produktion warfen das Team zurück. Das eigentliche 2016er Auto debütierte als B-Version erst beim GP Silverstone. Danach rockte der britisch-indische Rennstall jedoch und schnappte sich sogar den fünften Platz in der Team-WM.

Perez am zweiten Testtag der Drittschnellste

2016 steht der neue VJM09 gleich vom ersten Testtag an parat. Nachwuchspilot Alfonso Celis spulte zu Beginn 58 Runden ab. Sergio Perez übernahm am Dienstag und stockte das Konto um 101 Umläufe auf. "Es war ein sehr positiver Start. Kein Vergleich zu unserem Testauftakt 2015. Da liegt ein Unterschied von ein paar Sekunden dazwischen", berichtete der WM-Neunte aus dem Vorjahr.

Im Tagesklassement reihte sich Perez weit oben an der dritten Position ein. Nur Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo waren schneller. Beide zogen allerdings schon den Joker der weichsten Pirelli-Mischung, dem neuen Ultrasoft. Perez hatte bei seiner schnellsten Bahn von 1:23.650 Minuten die rotmarkierten Supersoft aufgezogen. Und war nur 0,840 Sekunden langsamer als der Tagesschnellste.

Sergio Perez - Force India - Formel 1-Test - Barcelona - 23. Februar 2016 Foto: sutton-images.com
In den Morgenstunden experimentierte Force India mit FloViz-Farbe im Heck.

Konzept des VJM09 ähnelt dem Vorjahresmodell

Auf den Red Bull fehlte gerade einmal 0,125 Sekunden. Kleine Einordnung: Bei Vettel betrug der Unterschied zwischen der zweitweichsten und klebrigsten Stufe rund acht Zehntel. "Unser Auto ist speziell im Heck besser geworden. Mechanisch haben wir mehr Variationsmöglichkeiten. Das Konzept des Autos haben wir nicht groß verändert, weil wir vom letzten Jahr wussten, dass es funktioniert", erzählte Perez.

Gehört der Force India VJM09 nach der heutigen Performance bereits zur Spitzengruppe? "Ich weiß es nicht. Es wäre aber schön, wenn es so wäre", weicht er leicht aus. "Ich hoffe, dass wir in den Top 5 bleiben." Der Mexikaner sieht auf jeden Fall noch viel Luft nach oben. "Im Auto steckt sehr viel Potential. Das gilt es jetzt freizusetzen." Und in welchen Bereichen speziell? "In allen. Sowohl was die Aerodynamik angeht, als auch die mechanische Seite", erklärt Perez.

Neben dem Speed passt auch die Zuverlässigkeit. Perez hatte nur kleinere Wehwehchen. "Ein paar Sachen mit dem Lenkrad und dem Sitz. Aber nichts Gravierendes", berichtete Perez, der gerne nach ein bisschen mehr gefahren wäre. "Die rote Flagge kam uns zum Schluss in die Quere. Wir haben unser Programm aber mehr oder weniger abgespult."

Neue Hinterradaufhängung zur zweiten Testwoche

Ein positives Zeugnis spricht er auch dem weiterentwickelten Mercedes-Motor aus. "Sie haben definitiv einen guten Job gemacht. Wir müssen aber noch abwarten, was die Konkurrenz gemacht hat."

In den letzten Stunden verlagerte Force India seinen Fokus auf längere Ausfahrten. Dadurch konnte Perez auch ein Urteil über die Pirelli-Reifen abgeben, die sich vom Gummi-Aufbau her geändert haben. Den Fahrern soll damit besser das Gefühl vermittelt werden, wann der Pneus am Ende ist. Eine klarere Ankündigung des "Point-of-no-return also. "Wenn ein gewisser Anteil von der Lauffläche gerieben ist, fällt es sehr schwer, das Auto auf der Strecke zu halten. Vor allem auf Softreifen", befand Perez. Hilft das dem als Reifenflüsterer bekannten Mexikaner? "Es ist noch zu früh, um darüber ein Urteil abzugeben", meint Perez.

Der 26-Jährige hofft, dass sein Team in der Entwicklung rasch neue Teile auflegt. Nächste Woche soll eine neue Hinterradaufhängung kommen. Perez will noch mehr. "Es gibt noch ein paar Sachen, die wir gerne in Melbourne haben würden. Wenn nicht dann, hoffentlich bis Bahrain."

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