Lewis Hamilton - GP Italien 2017 Wilhelm
Lewis Hamilton - GP Italien 2017
Impressionen - GP Italien 2017
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Pfeifkonzert für Hamilton

„Wir waren die Bösen heute“

Mercedes hat Ferrari die Heimparty ordentlich versaut. Nach dem Doppelsieg heizte Lewis Hamilton die Aggressionen der Tifosi noch zusätzlich an. Doch wie war es möglich, dass die Silberpfeile so locker triumphieren konnten?

In Spa war die Sorge im Mercedes-Lager noch groß. Ferrari war auf einer Mercedes-Strecke viel zu nah dran an den Silberpfeilen. Nur 7 Tage später in Monza drehte man den Spieß um. Im Ziel betrug der Vorsprung von Sieger Lewis Hamilton mehr als eine halbe Minute auf den Drittplatzierten Sebastian Vettel.

Mercedes arbeitet an Schwächen

Die Erklärung für dieses Wunder klang ziemlich einfach: „In Spa hat uns Ferrari in einigen Bereichen gekillt. Wir haben das genau analysiert und an diesen Bereichen gearbeitet, in denen sich das Auto nicht so wohl fühlt“, verriet Hamilton anschließend. Teamchef Toto Wolff wurde etwas präziser. „Die Balance am Kurvenscheitel hatte in Spa nicht ganz gepasst. Auch bei der Bremsstabilität und der Traktion haben wir Schwächen gezeigt. Hier haben wir versucht, genau diese Schwächen anzugehen.“

Offenbar waren die Ingenieure erfolgreich. Zusammen mit dem Motoren-Vorteil, der laut Ferrari in Monza rund 4 Zehntel beträgt, konnte man die rote Konkurrenz deutlich distanzieren. Zum ersten Mal in dieser Saison übernahm Hamilton die alleinige WM-Führung. Im Konstrukteurspokal vergrößerte man den Vorsprung um 18 Zähler auf jetzt 62 Punkte. „Jetzt gönne ich mir erst einmal einen großen Becher Eis“, grinste der neue Tabellenführer zufrieden.

Hamilton seit Silverstone mit neuem Feuer

Neben dem Auto präsentierte sich auch der Fahrer verbessert. Hamilton zeigt nach der Sommerpause eine Entschlossenheit, die man früher nicht immer gesehen hat. „Das hat schon in Silverstone angefangen“, erklärte der Brite. „Die Fans haben mir dort so viel Kraft gegeben. Das hat ein neues Feuer und eine neue Leidenschaft in mir entzündet. Und dass ich jetzt die Meisterschaft anführe, gibt mir noch mehr Stärke. Die ist im Duell mit Ferrari auch notwendig. Sie fahren eine außergewöhnlich gute Saison.“

Dass die Silberpfeil-Piloten auf dem Podium mit einem Pfeifkonzert begrüßt wurden, nahm Hamilton sportlich: „Das ist doch ganz normal. Ferrari hat hier zuhause ewig nicht mehr gewonnen. Und wenn Valtteri und ich nicht gewesen wären, hätte es heute geklappt. Wir waren damit die Bösen. Das hat sich angefühlt wie bei einem Fußballspiel. Aber ich mag diese Leidenschaft. Sie machen das ja alles aus Liebe zu den roten Autos.“

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Lewis Hamilton ist der Regen-König von Monza.

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