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Pierre Gasly - Alpha Tauri - GP Italien 2020 - Monza - Rennen
Alpha Tauri - GP Italien 2020 - Monza - Rennen 51 Bilder

Gasly bleibt bei Alpha Tauri: Keine Chance auf Red Bull

Gasly bleibt bei Alpha Tauri Keine Chance auf Red Bull-Aufstieg

Alpha Tauri bestätigt Pierre Gasly für 2021. Der Franzose soll Red Bulls Schwesterteam auch in Zukunft führen. Trotz seiner starken Leistungen kam ein Aufstieg nie infrage.

Die Aussagen der Teamverantwortlichen in den letzten Wochen nahmen es vorweg. Jetzt hat es Alpha Tauri bestätigt. Pierre Gasly bleibt auch 2021 Stammfahrer beim Rennstall mit Stammsitz im italienischen Faenza. Damit sind auch die wilden Gerüchte vom Tisch, die Gasly mit Renault in Verbindung gebracht hatten. Manch einer schrieb ihn bereits in das Cockpit von Esteban Ocon.

Gasly ist bei Red Bulls Schwesterteam in dieser Saison endgültig in die Rolle des Teamkapitäns geschlüpft. Der Franzose überzeugt mit starken Leistungen auf der Rennstrecke. In 12 Rennen hat Gasly 63 Punkte gesammelt. Damit hat er Alpha Tauri praktisch im Alleingang in die Position gebracht, gegen Ferrari um den sechsten Platz in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft zu kämpfen. Teamkollege Daniil Kvyat steuerte nur 14 Zähler bei. Fünf Rennen vor Saisonende trennen Alpha Tauri 16 Punkte von Ferrari.

Viel Lob für Gasly

Teamchef Franz Tost lobt seinen Schützling. "Ich bin erfreut, dass Pierre bei uns bleibt. Er ist schon länger Teil der Red Bull-Familie und wird es hoffentlich noch lange Jahre bleiben. Seit seiner Rückkehr im letzten Jahr zu uns hat er beständig sehr starke Leistungen abgeliefert. Der Beweis ist der Podestplatz in Sao Paulo und der Sieg in Monza. Pierre holt in jedem Rennen das Maximum aus seinem Auto und gibt den Ingenieuren wertvolles Feedback für die Fahrzeugentwicklung."

Der Pilot selbst gibt sich bodenständig und glücklich über die Bestätigung. "Die Saison verläuft sehr gut für uns. Wir sind auf dem Weg zum besten Ergebnis der Teamgeschichte. Wir haben eine sehr starke Beziehung. Wir machen aus jeder Möglichkeit das meiste. Ich werde weiter das Maximum geben und übernehme die Verantwortung, das Team weiter voranzubringen. Wir wollen in Zukunft noch größere Erfolge haben."

Für Gasly wird 2021 die dritte volle Saison im Rennstall aus Faenza. Der 24-Jährige begann dort seine Formel 1-Laufbahn 2017 ab dem GP Malaysia. 2019 beförderte ihn Red Bull ins A-Team, degradierte Gasly aber bereits nach einem halben Jahr. Der Franzose musste zurück zu Toro Rosso, das seit 2020 Alpha Tauri heißt.

Pierre Gasly - Alpha Tauri - GP Italien 2020 - Monza
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Pierre Gasly gewann in Monza seinen einzigen Grand Prix.

Tsunoda als Teamkollege?

Gasly ließ sich nicht hängen. Im zweiten Halbjahr 2019 sammelte er für seinen alten, neuen Rennstall 32 Punkte. In diesem Jahr 63 in 12 Rennen – so viele wie in den 12 Grand Prix für Red Bull. Allerdings mit schlechterem Material, was die Leistungen deutlich aufwertet. Gasly zählt zu den stärksten Fahrern der Saison. Der 24-Jährige hat Teamkollege Kvyat klar im Griff. Im Qualifikations-Vergleich steht es 10:2.

Trotzdem reichten die Leistungen nicht, damit ihn Red Bull wenigstens in Betracht zieht, den schwächelnden Alexander Albon zu ersetzen, der 2019 mit Gasly die Cockpits getauscht hatte. Der Mann aus Rouen überzeugt zwar praktisch bei jedem Rennwochenende, gewann sogar das Chaos-Rennen von Monza, doch Red Bull schaut sich lieber außerhalb seines Fahrerkaders um. Wenn sich Albon nicht steigert, könnten Sergio Perez oder Nico Hülkenberg ins Topauto springen.

In der Szene stößt es auf Unverständnis, dass Red Bull Gasly außenvor lässt. Die vorzeitige Bekanntgabe der Zusammenarbeit mit Alpha Tauri ist ein weiterer Beweis dafür, dass der Franzose nie eine echte Chance auf das zweite Cockpit neben Max Verstappen hatte. Dazu kommen Aussagen wie die von Red Bull-Teamchef Christian Horner. "Alex Albon würde im Alpha Tauri die gleichen Leistungen bringen wie Pierre Gasly."

Entweder traut es Red Bull Gasly nicht zu, auch unter höchstem Druck beständig Topleistungen abzuliefern. Daran hätte auch dessen Weiterentwicklung seit der Rückkehr zu Alpha Tauri nichts geändert. Oder der Franzose ist bei Red Bull in der gemeinsamen Zeit in Ungnade gefallen. In diesem Zusammenhang ein Zitat von Franz Tost. "Pierre ist mental sehr stark." Wenn nicht nach einer Saison wie dieser, wann dann sollte Gasly jemals wieder ins A-Team aufrücken?

Eine Flucht war nicht möglich, weil Gasly einen bestehenden Vertrag hat. Teamkollege Kvyat hingegen läuft Gefahr, sein Cockpit Ende 2020 zu verlieren. Red Bull denkt laut darüber nach, den Japaner Yuki Tsunoda aus der Formel 2 zu Alpha Tauri hochzuziehen. Momentan belegt der Honda-Protege den dritten Platz in der Nachwuchsserie. Damit würde Tsunoda auch ausreichend Punkte sammeln, um die Superlizenz der Formel 1 zu erwerben.

Für den Fall, dass der Japaner in der Meisterschaft noch zurückrutschen sollte, baut Alpha Tauri bereits vor. Am 4. November wird er in Imola einen alten Toro Rosso testen, damit er 300 Kilometer sammelt, um für ein Freitagstraining zugelassen zu sein. Im Fall der Fälle könnte Tsunoda dort dann ein paar Punkte für die Superlizenz ergattern.

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