Pierre Gasly - GP Italien 2021 Motorsport Images
Robert Kubica - Alfa Romeo - Formel 1 - Monza - GP Italien - 11. September 2021
Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - Monza - GP Italien - 11. September 2021
Pierre Gasly - Alpha Tauri - Formel 1 - Monza - GP Italien - 11. September 2021
Pierre Gasly - Alpha Tauri - Formel 1 - Monza - GP Italien - 11. September 2021 42 Bilder

Pierre Gasly: Crash in der Curva Grande

Gasly über seinen Highspeed-Crash „Kein schönes Gefühl“

Die goldene Serie von Pierre Gasly ist gerissen. Der Sechste der Qualifikation flog nach einem Frontflügelbruch spektakulär in der Curva Grande von der Strecke und startet das Rennen jetzt aus der letzten Reihe. Gasly spricht über unangenehme Sekunden vor dem Einschlag.

Fünfter, Sechster, Vierter: Pierre Gasly hatte zuletzt einen Lauf. Der Franzose mischte regelmäßig sogar die Ferrari und McLaren auf. Der GP Italien ging zunächst im gleichen Stil weiter. Der Vorjahressieger qualifizierte sich vor beiden Ferrari auf dem sechsten Platz. Mit dem Ziel sich beim Sprint um wenigstens eine Position zu verbessern. Gasly wusste, dass dabei dem Start besondere Bedeutung zukommt. Überholen ist in Monza ein Geduldsspiel.

Doch das Rennen des WM-Achten war nach einem Kilometer schon beendet. Der Alpha Tauri flog in der schnellsten Kurve des Kurses spektakulär von der Strecke. Die Autos fahren dieser Tage mit 270 km/h durch die Curva Grande.

Gaslys Unfall hatte eine Vorgeschichte. Der Mann aus Rouen hatte in der ersten Schikane kurz Kontakt mit dem McLaren von Daniel Ricciardo. Das beschädigte den linken Pfeiler des Frontflügels. Zunächst klappte der Flügel nur nach unten. 400 Meter später brach er ganz ab und verklemmte sich unter dem Auto. Damit war der Alpha Tauri führungslos und wühlte sich in hohem Tempo durch das Kiesbett, bevor er im Reifenstapel einschlug.

Pierre Gasly - Alpha Tauri - Formel 1 - Monza - GP Italien - 11. September 2021
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Gasly schoss einmal quer durch das Kiesbett in der Curva Grande.

Besser Kies als Asphalt

Aus Gaslys Sicht spielte sich die aufregendste Szene des Mini-Grand Prix so ab. "Mein Start war großartig. Ich war schon an Lewis und Lando vorbei, als ich plötzlich der McLaren von Ricciardo vor mir auftauchte. Ich habe einen leichten Kontakt gespürt und mein Team gefragt, ob der Flügel ein Problem hat." Der Fahrer bekam nie eine Antwort.

Nur fünf Sekunden später nahm das Drama seinen Lauf. "Aus dem Cockpit konnte ich links vorne Funken erkennen, hoffte aber, dass nur die Endplatte abgebrochen war. Tatsächlich war es der ganze Flügel. Als er sich unter das Auto drückte, bin ich trotz eingeschlagener Lenkung einfach geradeaus gefahren. Es ist bei dem Speed kein schönes Gefühl, wenn die Mauer so schnell näherkommt."

Gasly war froh, dass ihn außen in der Curva Grand ein Kiesbett und nicht eine Asphaltfläche auffing. "Ich glaube, dass der Kies mein Auto mehr gebremst hat als es auf Asphalt der Fall gewesen wäre. So war der Einschlag nicht ganz so hart."

Pierre Gasly - Alpha Tauri - Formel 1 - Monza - GP Italien - 11. September 2021
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Alpha Tauri könnte das Sprint-Pech zu einem günstigen Motortausch nutzen.

Motorwechsel vor dem Rennen?

Zu der Verzögerung hat auch beigetragen, dass sich der Flügel mit dem Kies verhakte, bis er sich ganz vom Auto trennte. Das wäre bei Asphalt wahrscheinlich nicht der Fall gewesen. Zum Schluss konnte der Unfallpilot dem Auto sogar wieder eine Richtung aufzwingen. "Auf den letzten Metern habe ich es geschafft, ein bisschen nach rechts zu lenken, was die Aufprallenergie vermindert hat."

Aus der letzten Startreihe erwartet Gasly und seinen Leidensgenossen Valtteri Bottas ein langes und hartes Rennen. "Wir haben im Sprint gesehen, wie hart das Überholen ist. Nicht mal Lewis hat es geschafft. Ich werde mir heute Abend den Sprint anschauen und analysieren, wo die besten Plätze zum Überholen sind. Unser Ziel müssen trotzdem Punkte sein. Ob ich auf Platz 11 oder 15 lande, ist mir egal."

Vielleicht kann Alpha Tauri auch noch etwas Positives aus dem Pech ziehen. Weil Gasly sowieso von ganzen hinten losfährt, wäre es sinnvoll den Franzosen mit einem neuen Honda-Motorenpaket auszurüsten. Dann wäre er für den Rest der Saison auf der sicheren Seite. Viele Startplätze kann er durch die fällige Strafe wie erwähnt sowieso nicht mehr verlieren.

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