Piquet

"Ich will noch in die Top Ten"

Foto: Wolfgang Wilhelm 48 Bilder

Für Nelson Piquet sind die letzten drei Rennen die wichtigsten des Jahres. Der Brasilianer fährt auf Bewährung. Nur mit guten Ergebnissen winkt auch 2009 ein Startplatz in der Königsklasse.

Nach einer durchwachsenen Saison mit mehr Tiefen als Höhen hatte die Teamleitung von Nelsinho Leistung gefordert. Die ersten zwei Prüfungen hat der 23-jährige Renault-Pilot bestanden. In Fuji holte fünf Punkte, in Shanghai einen Zähler.

Wichtig für Teamchef Flavio Briatore: "Fuji und Shanghai waren neue Rennstrecken für ihn. Er hat sie schnell gelernt. Vorher war er auf neuen Strecken meistens schwach." Noch ein positiver Aspekt: Der Rückstand auf Fernando Alonso hat sich bei drei Zehntelsekunden pro Runde eingependelt. Das war das Mindestziel von Piquet.

Flavio Briatore wollte die Option auf Piquet bis zum 10. November verlängern, doch seine Nummer zwei lehnte nach Rücksprache mit seinem Vater ab. Damit ist er seit dem GP Singapur ein freier Mann. Piquet junior hat damit aber auch das Anrecht auf einen Zweijahresvertrag aufgegeben, sollte ihn Briatore doch noch an Bord nehmen. Piquet will sich mögliche Alternativen offen halten.

Wechsel zu Honda?

Honda zeigt Interesse. Die Nabelschnur zu Renault ist trotzdem nicht durchtrennt. Das Team hat versprochen, ihm bei seinem Schwachpunkt Qualifikation zu helfen. Bei Renault haben die Ingenieure das Sagen. Nur Alonso kann sich durchsetzen. Ein Neuling wie Piquet, muss akzeptieren, was man ihm vorsetzt.

Singapur war solch ein Beispiel: Die Ingenieure hatten vor der Qualifikation das Setup geändert, obwohl Piquet mit seinem Auto zufrieden war. "Ich hatte den Speed, locker in die Top Ten zu fahren. Die Ingenieure aber wollten mein Setup dem von Alonso anpassen, weil der im letzten Training etwas gefunden hatte. Ich habe sie gewarnt, dass damit das Auto untersteuern wird. Genau so kam es." Prompt fiel der verunsicherte Fahrer in der ersten K.O.-Runde durch den Rost. Weil das nicht zum ersten Mal passiert ist, entschied Briatore: In Zukunft hat Piquet mehr Mitspracherecht.

Ziel in Brasilien: Glock einholen

Jetzt kommt er wenigstens regelmäßig in die zweite K.O.-Runde der Qualifikation. Der letzte Tick fehlt aber noch. "Ich brauche mehr Erfahrung mit dem Reifendruck und dem Setup. Wenn es darum geht, das Letzte aus den Reifen rauszuholen, hat Fernando einfach mehr Vertrauen." Unter dem Strich ist Piquet von seiner ersten Saison enttäuscht: "Ich habe gehofft, unter die ersten Sechs der WM zu kommen. Jetzt bin ich froh, wenn es noch für die Top Ten reicht." Dazu fehlen im drei Punkte. Timo Glock ist mit 22 Zählern Zehnter. Piquet belegt mit 19 Punkten Rang zwölf.

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