Piquet Jr.

Entscheidung aufgeschoben

Foto: Wolfgang Wilhelm

Trotz der zwei guten Rennen in Hockenheim und Budapest steht Nelson Piquet Jr. bei Renault weiter unter Druck. Die Anfang August ausgelaufene Option für das nächste Jahr wurde nun auf Ende September verlängert.

Damit hat sich der französische Rennstall zwei weitere Monate Bedenkzeit darüber eingeräumt, ob man auch 2008 mit dem jungen Brasilianer zusammenarbeiten will. Piquet blieb kaum eine andere Wahl, als diesem Aufschub zuzustimmen. Die Fahrerplanung bei Renault ist auch abhängig vom Verbleib von Fernando Alonso. Der Spanier will sich erst im Herbst entscheiden, wie es weitergehen soll.

Grosjean als Konkurrent?

Ein weiterer Fahrer, der bei Briatore hoch im Kurs steht, ist Romain Grosjean. Gerüchte behaupten, dass der Franzose aus dem Renault-Fahrerpool für 2009 längst unterschrieben habe und Piquet so lange hingehalten wird, bis es Klarheit über Alonsos Pläne gibt. Grosjean wäre eine patriotische Geste von Renault und der Beweis, dass die von Renault unterstützte GP2-Serie ihren Zweck als Talentschuppen erfüllt.

Gegen eine sichere Verpflichtung spricht allerdings, dass Lucas die Grassi zu Vergleichszwecken mitten in der Saison in ein GP2-Cockpit gesetzt wurde. Das erweckt den Eindruck, als sei der Rennstall noch nicht ganz überzeugt von den Qualitäten von Grosjean. Und auch die bisherigen Ergebnisse werden Renault nicht gerade zu einem schnellen Schritt ermutigen: Di Grassi hat sechs Rennen weniger, aber drei Punkte mehr.

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