Neue Pirelli-Mischung

Neuer harter Reifen für Barcelona

Vitaly Petrov 2011 Foto: Pirelli 21 Bilder

Pirelli bringt in Barcelona erstmals eine neue Version der harten Reifenmischung an den Start. Der soll nicht nur länger halten als das Vorgängermodell, sondern auch einen größeren Zeitunterschied zur weichen Mischung bieten.

Pirelli gehört bislang zu den Gewinnern dieser Saison. Obwohl die neuen Formel 1-Reifen kaum mehr als 75 Kilometer durchhalten, kiloweise Gummi auf der Strecke verteilen und die Rundenzeiten im Rennen weit von der Qualfikation entfernt sind, wird der italienische Gummi-Experte von allen Seiten mit Lob überhäuft.

Eine kürzere Haltbarkeit gleich mehr Boxenstopps und mehr Überholmanöver lautet die Erfolgsformel von Pirelli. Die Italiener haben das perfekte Produkt für gute Rennsportunterhaltung geliefert. Der Ruf hat dabei bisher nicht gelitten. Ganz im Gegenteil.

Harter Pirelli-Reifen hält nicht lange genug

Nur eine Sache hatte das Bild etwas getrübt. Die harte Mischung war zwar auf eine Runde wie geplant deutlich langsamer als der weiche Gummi. Ein großer Vorteil in der Haltbarkeit auf die Distanz hatte sich allerdings nicht ergeben. Und so waren die Teams im Rennen so lange und oft wie möglich auf den weichen Reifen unterwegs.

In Barcelona könnte sich das aber ändern. Pirelli hat eine neue Mischung entwickelt, die bereits im Freitagstraining in Istanbul getestet wurde. Nach den ersten Eindrücken ist der Hersteller zuversichtlich, dass der neue Reifen mit den silbernen Markierungen länger hält und dadurch aggressivere Strategien ermöglicht.

Pirelli rechnet mit drei Boxenstopps

"Wir haben schon zu Saisonbeginn gesagt, dass wir Weiterentwicklungen unserer Reifen einführen werden, wenn es gut für den Sport ist. Barcelona ist nun die erste Gelegenheit", erklärte Pirelli-Sportchef Paul Hembery vor dem GP Spanien. "Es ist kein großer Unterschied zum ursprünglichen harten Reifen, aber die Lücke zwischen der weichen und der harten Mischung wird größer, was die Dinge im Rennen noch interessanter machen sollte und den Teams mehr Möglichkeiten bei der Suche nach kreativen Strategien gibt."

Bei den Wintertests in Barcelona hatten die Reifen den Teams noch viel Sorgen gemacht. Kaum ein Pilot kam über 15 Runden. Mit wärmeren Temperaturen und der neuen Mischung soll sich das ändern. "Wir rechnen mit rund drei Boxenstopps pro Auto", erklärte Hembery. In der Türkei waren es im Schnitt fast vier. "In Barcelona benötigt man mehr Zeit beim Weg durch die Boxengasse. Das wird die Strategie ebenfalls beeinflussen."

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