Mercedes - Pirelli-Reifen - GP Österreich 2019 Wilhelm
Pirelli Lautsprecher-Reifen
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Pirelli bestätigt fixe Reifenvergabe

Gleiche Gummis für alle Teams

Wie erwartet dürfen die Teams in dieser Saison die Anzahl der verschiedenen Reifensorten nicht mehr frei wählen. Nun hat Pirelli bekanntgegeben, wie viele Sets der einzelnen Mischungen den Piloten pro Rennwochenende zur Verfügung stehen.

Die Saison 2020 verlangt von allen Beteiligten ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit. Für die ersten Monate von Juli bis Anfang September haben die F1-Bosse bereits einen Notkalender aufgesetzt, der zwei Triple-Header in Österreich-Österreich-Ungarn sowie England-England-Spanien und einen Doppelschlag in Belgien und Italien umfasst. Da bleibt wenig Zeit zum Verschnaufen. Und auch in den Monaten danach soll der intensive Rhythmus beibehalten werden.

Um bei der Produktion der Reifen nicht an die Grenzen der Kapazität zu kommen, hat Pirelli frühzeitig mit den Teams abgesprochen, die Regeln für die Auswahl der einzelnen Sorten dieses Jahr kurzfristig zu ändern. Demnach bestimmt Pirelli ab sofort selbst, wie viele Sets der einzelnen Mischungen an die 20 Piloten gehen.

Früher konnten die Ingenieure der Teams noch selbst eine individuelle Auswahl der 13 Reifensets für ein Wochenende treffen. Je nach taktischen Überlegungen und der Charakteristik des Autos haben sich die Techniker mal für mehr oder weniger weiche und harte Mischungen entschieden.

Beliebt war auch die Strategie mit einer unterschiedlichen Zusammenstellung der Reifensets für zwei Piloten eines Teams, um im Freien Training verschiedene Varianten durchzuspielen und mehr Daten zu sammeln. Damit ist nun aber Schluss. Alle Piloten bekommen die gleiche Kombination zur Verfügung gestellt.

Pirelli Formel 1 Reifengrafik 2020
Pirelli
Jeder Fahrer bekommt 13 Reifensets - acht Mal weich, drei Mal medium und zwei Mal hart.

Keine Taktikspiele bei Reifenkombination

Knapp zwei Wochen vor dem ersten Rennen ist klar, wie das genau aussieht. Um für die Zeitenjagd im Qualifying genügend frische Gummis zu haben, bekommen alle Fahrer acht Sätze der weichsten Mischung. Dazu kommen noch drei Sets der mittelharten und zwei Sets der harten Mischung.

Wie üblich unterscheidet sich das Level des Härtegrads je nach Strecke. Um frühzeitig mit der Produktion beginnen zu können, hat Pirelli bereits eine Entscheidung getroffen, welche Mischungen bei den ersten acht Grands Prix zum Einsatz kommen sollen.

So gibt es bei sechs der acht Rennen die mittelharte Kombination aus den Mischungen C2, C3 und C4. Interessanterweise stellt Pirelli beim ersten Silverstone-Rennen die härteste Kombination aus C1, C2 und C3 zur Verfügung, beim zweiten Lauf auf der britischen Insel geht man dann eine Stufe weicher. Das soll für etwas Abwechslung sorgen. Keine Überraschung ist dagegen, dass Pirelli auch für die zu erwartende Hitzeschlacht in Barcelona Mitte August die ganz harten Reifen im Gepäck hat.

Pirelli Formel 1 Reifengrafik 2020
Pirelli
Die härtesten Pirelli-Sorte C1 kommt nur beim ersten Silverstone-Rennen und beim Grand Prix von Spanien zum Einsatz.

Spezial-Reifenregel für 2020

"Durch die vielen Variablen der verzögerten Saison und mit dem flexiblen Kalender blieb uns nicht viel Zeit zum Reagieren", erklärte Pirelli-Sportchef Marion Isola. "Wir haben deshalb in Absprache mit den Teams, den Organisatoren und der FIA beschlossen, die Reifennominierungen für die ersten acht Rennen in einem Schwung zu verkünden. Wie immer wurde die Auswahl unter Berücksichtigung der Charakteristik der Strecke und möglichst interessanter Strategie-Optionen getroffen."

Wie üblich gilt es für die Teams bestimmte Regeln zum Einsatz und zur Rückgabe der einzelnen Sätze im Laufe des Rennwochenendes zu beachten. So müssen sich die Piloten für die dritte Quali-Runde stets einen frischen Reifen der weichsten Mischung aufheben. Für den Rennsonntag muss noch mindestens ein Set der Mischungen Hart und Medium zur Verfügung stehen, von denen dann auch mindestens einer zum Einsatz kommen muss.

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