Pirelli in Valencia

Neuer Medium-Reifen feiert Premiere

GP Kanada - Pirelli Medium Foto: Pirelli 21 Bilder

In Valencia muss sich der neue Pirelli-Reifen der Sorte "Medium" erstmals unter Rennbedingungen beweisen. Die Mischung ist mit einem weißen Schriftzug an der Reifenschulter gekennzeichnet. In Valencia könnte es erneut zum Boxenstopp-Festival kommen.

Die Wettervorhersage für Valencia verspricht Spannung an der Reifenfront. Bei konstanten Temperaturen um die 30°C-Marke werden die schwarzen Gummis von Pirelli auf der nicht permanenten Rennstrecke am Yachthafen ordentlich gefordert. Im Gegensatz zu den beiden letzten Rennen auf Stadtkursen ging Pirelli mit den beiden Mischungen allerdings eine Stufe zurück. Der ultraweiche Supersoft-Reifen bleibt im Schrank. Dafür kommt erstmals die Mischung "Medium" zum Einsatz.

Erste Erfahrungen mit dem neuen Gummi konnten die Teams bereits im Freien Training in Kanada sammeln. Bei deutlich kühleren Bedingungen und rutschigerem Asphalt beklagten viele Piloten, dass sie den Reifen nicht auf Temperatur bekommen. Das Problem sollte in Valencia nicht bestehen. Vor allem auf der Hinterachse ist mit einem größeren Verschleiß zu rechnen.

Sorgt Pirelli für Action in Valencia?

So genau weiß allerdings kein Team vorher, wie lange der Pirelli mit den weißen Markierungen auf dem Highspeed-Kurs am Mittelmeer hält. Die relativ neue Strecke in Valencia, auf der die Formel 1 erst seit 2008 unterwegs ist, besitzt zehn Kurven pro Runde mehr als der Circuit Gilles Villeneuve in Montreal. Das Stop-and-Go-Layout und die vielen Richtungswechsel sind Gift für den Reifen. Dazu noch die hohen Temperaturen und der geringe Grip - das könnte wieder für viel Betrieb in der Boxengasse sorgen.

Im Gegensatz zu früheren Reifenherstellern hat Pirelli kein Problem damit, wenn die eigenen Produkte etwas schneller als geplant die Haftung verlieren. Die verschleißfreudigen Gummis aus Italien haben in dieser Saison schon für einige spannende Rennen mit vielen Überholmanövern gesorgt. "Wir hoffen, dass Valencia diesen Trend fortsetzen kann, obwohl Überholen hier bekanntermaßen schwierig ist", blickt Pirelli Sportchef Paul Hembery auf das anstehende Rennwochenende.

Eine Sekunde Abstand zwischen "medium" und "soft"

Mit dem neuen Reifen der Marke "medium" hofft Pirelli, einen guten Kompromiss aus Grip und Haltbarkeit gefunden zu haben. "Der sollte einigermaßen widerstandsfähig sein und den Teams genügend verschiedene Möglichkeiten in puncto Strategie bieten", so Hembery. Der Pirelli-Mann erwartet, dass die Rundenzeiten der beiden Mischungen "medium" und "soft" ungefähr eine Sekunde auseinander liegen.

Zumindest sollte es etwas mehr Reifenwechsel als in den früheren Jahren geben. In den drei bisherigen Grand Prix-Rennen in Valencia steuerten die Piloten im Schnitt nur 1,2 Mal pro Rennen ihre Box an.

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