Pirelli mit neuen Reifen

Mehr Runden, weniger Boxenstopps

Pirelli - Formel 1-Test - Jerez - 3. Februar 2015 Foto: Stefan Baldauf

Pirelli hat sein Reifensortiment optimiert. Eine neue Konstruktion gibt dem Hinterreifen mehr Auflagefläche und ein längeres Leben. Der Supersoft-Reifen bekommt ein breiteres Arbeitsfenster. Das verlängert die Laufleistung. Für die Jerez-Tests baute Pirelli sogar einen Winterreifen.

Das ist kein Scherz. Pirelli hatte für die Testfahrten in Jerez einen Winterreifen im Angebot. Im Prinzip die harte Gummimischung, die aber schneller auf Betriebstemperatur kommt als der Standard-Gummi. Jerez ist für Pirelli die Rennstrecke mit dem geringsten Aussagekraft. Der raue Asphalt in Verbindung mit tiefen Temperaturen weist keinerlei Ähnlichkeiten mit dem auf, was die Teams auf den 20 Rennen im Kalender erwartet.

Um überhaupt etwas zu lernen, müssten die Asphalttemperaturen über 20 Grad steigen. Bis jetzt kletterten sie kaum über 16 Grad hinaus. Pirelli hat neben seinem "Winter-Hart" alle vier Mischungen im Angebot. Bislang beschränkten sich die Teams auf die Reifentypen soft, medium, hart und den oben erwähnten Spezialreifen. Der Supersoft-Gummi wird wohl im Transporter bleiben. Er bringt in Jerez nichts.

Vettel-Bestzeit mit Medium-Reifen

Die schnellste Rundenzeit an den ersten 3 Tagen, aufgestellt von Sebastian Vettel, wurde auf Medium-Reifen erzielt. Das ist bemerkenswert, denn der Zeitvorteil der Mischung "soft“ beträgt in Jerez 1,5 Sekunden. Zwischen dem Medium-Reifen und der härtesten Garnitur liegen rund 1,2 Sekunden. Der Winterreifen rangiert in der Mitte dazwischen.

Valtteri Bottas, Felipe Massa, Felipe Nasr, Pastor Maldonado und Carlos Sainz junior erzielten ihre schnellsten Rundenzeit auf dem weichen Reifen. Nico Rosberg, Daniel Ricciardo und Kimi Räikkönen beschränkten sich wie Vettel auf den Reifentyp "medium“. Lewis Hamilton erzielte seine Runde von 1.22,490 Minuten am Montag sogar auf dem Winterreifen.

Die Fahrer äußerten sich zufrieden über das neue Angebot. Das liegt vor allem an einer neuen Konstruktion der Hinterreifen. Sie verbessert die Auflagefläche des Reifens. Dadurch verteilt sich die Hitze gleichmäßiger über die Lauffläche. Das verringert den Abrieb und verlängert die Lebensdauer. Die Gefahr, dass die Gummischicht körnt ist geringer geworden. Ein längeres Leben bedeutet automatisch weniger Boxenstopps. Pirelli kann das aber dadurch steuern, dass man mit dem Angebot an der Strecke eine Stufe weicher als im Vorjahr geht.

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