Pirelli reagiert auf Kritik

Neuer harter Reifen ab Barcelona

Felipe Massa GP Bahrain 2013 Foto: xpb 26 Bilder

Formel 1-Reifenausrüster Pirelli hat die Mischungen für die nächsten drei Rennen in Barcelona, Monaco und Montreal bekanntgegeben. Darunter ist auch eine ganz neue Sorte. Die Mischung der harten Reifen wurde verändert.

Pirelli hat auf die Kritik reagiert. Allerdings nicht in dem Ausmaß, wie es sich einige Teams wohl gewünscht hätten. Statt vor allem die weicheren Mischungen länger haltbar zu machen, nahmen sich die Gummispezialisten nur die Sorte "hard" vor. Ab dem Grand Prix von Barcelona kommt eine neue Mischung zum Einsatz.

Harter Reifen mit niedrigerem Arbeitsbereich

"Nach Auswertung der Reifen in den ersten vier Rennen haben wir - nach Absprache mit den Teams - die Entscheidung getroffen, die harten Mischung ab dem GP Spanien zu ändern", erklärt Pirelli-Sportchef Paul Hembery. "Das haben wir auch schon vor zwei Jahren so gemacht."

Die neue harte Mischung wird allerdings nicht generell haltbarer. Auch die Struktur des Reifens bleibt gleich. Geändert wurde nur der Arbeitsbereich. "Da hatten wir etwas hoch gegriffen", gab Hembery zuletzt zu. Erst ab 40°C Asphalttemperatur baut die orange-markierte Mischung den optimalen Grip auf. Darunter besteht die Gefahr von Graining - das heißt, die Lauffläche rubbelt sich ab.

Außer in Bahrain werden solch hohe Temperaturen nur selten erreicht. Deshalb reagierten die Reifenspezialisten nun rechtzeitig vor Beginn der Europa-Saison. "Die neue Mischung liegt viel näher an dem harten Reifen, den wir 2012 hatten. Das gibt den Teams in Sachen Strategie mehr Möglichkeiten."

Pirelli geht auf Nummer sicher

Neben dem neuen harten Reifen kommt in Spanien auch noch die zweithärteste Mischung "Medium" zum Einsatz. Im vergangenen Jahr waren die Italiener noch mit Soft als Alternative zum harten Gummi angereist. Doch der weiche Reifen zeigte in China zu schnell Auflösungserscheinungen und war somit nur für das Qualifying zu gebrauchen. Eine Wiederholung dieser Erfahrung wollte man offenbar verhindern.

In Monaco führt dagegen kein Weg an den weichen Reifen vorbei. Zum Einsatz kommen "Soft und Super Soft". Auf dem langsamen Stadtkurs würden härtere Mischungen nicht in ihren Arbeitsbereich kommen. Der glatte Asphalt fordert den Gummi kaum. In den letzten Jahren sah man trotz weicher Reifen nur wenige Boxenstopps.

Reifendrama in Kanada?

In Kanada könnte es dann wieder mehr Action an der Reifenfront geben. Wie in Monaco gibt es auch in Montreal kaum schnelle Kurven und einen glatten Asphalt. Allerdings sind die Geschwindigkeiten deutlich höher. Hier hofft Pirelli mit den Mischungen "Supersoft" und "Medium" für Action zu sorgen.

Der Schuss könnte allerdings nach hinten losgehen. Beide Mischungen besitzen einen sehr niedrigen Arbeitsbereich. Wenn es - wie schon häufiger erlebt – im Juni in Kanada sehr heiß wird, droht das nächste Reifendrama. Pirelli wird wohl so schnell nicht aus den Schlagzeilen kommen.

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