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Lance Stroll - Williams - Formel 1 - GP Monaco - 25. Mai 2017
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Pirelli-Reifen halten ewig

Verkehrschaos im Monaco-Qualifying?

Strategie-Freunde werden in Monaco nicht auf ihre Kosten kommen. Mehr als ein Stopp wird kein Pilot einlegen. Die spannende Frage lautet nur, ob jemand auf ein frühes Safety-Car setzt.

Pirelli ist in diesem Jahr nur in den Schlagzeilen, wenn ein Team das Arbeitsfenster der Reifen nicht trifft. Ein zu großer Verschleiß oder zu viele Boxenstopps bemängelt niemand mehr. Ganz im Gegenteil: Plötzlich wollen viele Fahrer wieder weichere Reifen, damit eine schonende Fahrweise wieder zu einem echten Vorteil wird.

In Silverstone verzichtet Pirelli deshalb erstmals auf die harten Gummis. „Das ist ein Experiment. Wir sind da ziemlich aggressiv. Ob wir diese Linie in der zweiten Hälfte fortführen, kann ich aber noch nicht sagen. Wir müssen erstmal die Ergebnisse abwarten“, erklärte Pirelli-Chefingenieur Mario Isola. Für die kommende Saison kündigte der Reifenlieferant aber bereits an, dass die Mischungen eine Stufe weicher werden sollen.

Ultrasoft zu hart für Monaco

Für Monaco wird das aber nichts ändern. „Eigentlich bräuchten wir hier einen extrem weichen Spezial-Reifen. Das wäre von der Produktion her kein Problem. Aber wir haben leider keine Möglichkeit einen solchen Reifen zu testen. Damit nach Barcelona zu gehen, wäre ziemlich sinnlos“, zuckte der Italiener mit den Schultern. „Und für nächstes Jahr haben wir bei der Entwicklung andere Prioritäten.“

So bleibt es wohl beim gleichen Bild, das wir schon in den vergangenen Jahren gesehen haben. Die Reifen halten in Monaco ewig. „Selbst auf den Ultrasoft-Reifen kann man eine komplette Renndistanz ohne nennenswerten Verschleiß fahren“, grinst Isola leicht gequält. Weil der Ultrasoft auch noch 7 Zehntel schneller als der Supersoft ist, werden die härteren Mischungen nur so kurz wie möglich aufgeschnallt.

Das könnte einige Teams zu Risiko-Strategien verleiten. „Wir haben schon häufig Safety-Car-Einsätze in der ersten Runde in Monaco gesehen. Vielleicht starten einige Teams auf dem Supersoft-Reifen, um sie bei einem frühen Safety-Car gleich loszuwerden. Sie könnten dann mit Ultrasoft durchfahren und würden aus dem Verkehr kommen.“

Kommt es zum Stau im Qualifying?

Dass einige Teams nur einen Satz Supersoft beim Reifenlieferant bestellt haben, verwunderte Isola. „Das ist ziemlich riskant. Der Satz muss ja im Rennen auf jeden Fall gefahren werden, auch wenn es nur ein kurzer Stint ist. Man stelle sich vor, beim Test im Training gibt es einen Plattfuß. Dann ist der Satz hinüber. Ich verstehe nicht, warum einige Teams fast nur Ultrasoft-Reifen geordert haben. Man braucht für die Renndistanz doch sowieso nur zwei Sätze.“

Klar ist, dass sich der GP Monaco auch dieses Jahr wieder im Qualifying entscheidet. Dabei könnte es wieder zu einigen Diskussionen kommen. „Wir haben wie schon in Russland gesehen, dass die Piloten die Reifen mit mehreren Aufwärmrunden für den schnellen Versuch vorbereiten. Das heißt: Wir werden jede Menge Verkehr im Qualifying haben.“ 20 Autos auf der kürzesten und engsten Strecke des Jahres – das riecht nach Ärger.

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