Neuer F1 Reifen-Testwagen

Pirelli testet mit 2010er Renault

Pirelli Test Abu Dhabi 2011 Foto: Pirelli 21 Bilder

Pirelli hat endlich einen moderneren Formel 1-Renner bekommen, um neue Formel 1-Reifen in der Praxis zu testen. Der 2009er Toyota TF109 wird durch einen 2010er Renault R30 ersetzt. Einen Testfahrer gibt es allerdings noch nicht.

Lange hat Pirelli nach einem neuen Auto gesucht. Jetzt ist man endlich fündig geworden. Renault stellt ein R30-Exemplar zur Verfügung, mit dem Robert Kubica und Vitaly Petrov in der Saison 2010 im Einsatz waren. Der alte Toyota TF109, mit dem man bisher die Reifenentwicklung auf der Rennstrecke absolvierte, hat damit ausgedient.

"Es war von vornerein klar, dass wir eine modernere Lösung für unser Testauto benötigen", erklärte Pirelli-Sportchef Paul Hembery. "Der Toyota TF109 hat uns extrem gute Dienste geleistet, aber er ist nun schon drei Jahre alt. Die Technik und das Reglement sind seitdem beträchtlich fortgeschritten und der Toyota kann die Kräfte nicht mehr generieren, die wir für unsere Simulation benötigen."

Erster Pirelli-Test mit dem Renault R30 im Mai

Insgeheim hatte man bei Pirelli gehofft, ein Auto der Generation 2011 zu bekommen. Aber die Jahreswagen hatten noch zu viele sensible Informationen an Bord. Erstmals zum Einsatz kommen soll der komplett in Karbon-Schwarz lackierte 2010er Renault im Mai. Insgesamt will Pirelli in diesem Jahr vier oder fünf Mal neue Reifenmischungen testen.

Die Teams dürfen den Gummi-Experten dabei nicht in die Karten schauen. Den Rennställen ist es nur erlaubt, einen Beobachter zu den Testfahrten zu schicken. Die Daten behalten die Pirelli-Ingenieure unter Verschluss. "Es ist unsere erste Aufgabe, alle Teams gleich zu behandeln", erklärte Hembery. "Deshalb führen wir unabhängige Tests durch. Unser neues Testauto wird dabei unter den bestehenden Spritregeln - ohne Nachtanken - fahren. Wir werden damit Renndistanzen absolvieren und Änderungen der Balance simulieren."

Neuer Pirelli-Testfahrer Ende März

Wer bei den Reifentests am Steuer des Renault R30 sitzen wird, ist noch unklar. Gesucht wird ein erfahrener Formel 1-Pilot, der aktuell keinen Job in der Köngsklasse besitzt. Erste Kandidaten heißen Jarno Trulli, Nick Heidfeld oder Jaime Alguersuari. Durch die Wahl des Renault R30 kursieren nun allerdings auch Gerüchte, dass Robert Kubica über die Pirelli-Schiene sein Comeback vorbereiten könnte. Ende März will Pirelli einen Namen präsentieren.

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