Daniel Ricciardo GP Singapur 2013 xpb
Force India-Girls - Formel 1 - GP Singapur - 20. September 2013
Ferrari - Formel 1 - GP Singapur - 20. September 2013
Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Singapur - 20. September 2013
Fernando Alonso - Ferrari - Formel 1 - GP Singapur - 20. September 2013 71 Bilder

Pirelli wieder im Fokus

Singapur-Reifen sorgen für Verwirrung

Nach dem Training in Singapur bekam Pirelli von den Teams unterschiedliches Feedback. Bei einigen Teams halten die Gummis deutlich besser als bei den anderen. Der Unterschied zwischen den beiden Mischungen ist riesig.

Pirelli-Sporchef Paul Hembery blickte nach dem Debrief zum Freitagstraining etwas ratlos drein. "So unterschiedliche Aussagen zu den Reifen hatten wir nach den ersten beiden Sitzungen noch nie", erklärte der Reifenpapst mit einem gequälten Lächeln. "Bei manchen halten die Medium-Reifen 5 Kurven, bei anderen 25 Runden."

Laut Hembery müssen einige Teams noch am Setup arbeiten, um die Gummis am Leben zu halten. Wer auf der Hinterachse zu wenig Abtrieb generiert, kommt ins Rutschen, was zu einem höheren Verschleiß führt. Red Bull hat mit dem Abtrieb kein Problem. Folglich sind die blauen Autos sowohl auf einer Runde als auch im Dauerlauf nicht aufzuhalten. "Die Dominanz erinnert mich ein wenig an 2011", gibt Hembery zu.

Profitiert Red Bull von den Reifen?

Dass Pirelli mit den neuen Reifen Red Bull bevorteilt hat, will Hembery aber nicht bestätigen. "Sie haben ja auch schon vorher die WM angeführt. Und man muss auch beachten, wer jetzt noch das Auto weiterentwickelt und wer nicht. Und Red Bull war ja auch in den letzten Jahren stark hier. Sie haben die Strecke wohl verstanden und ein gutes Setup gefunden."

Ein Problem, dass man bei Pirelli aber nicht vorausgesehen hat, ist der große Abstand zwischen der Supersoft und der Medium-Mischung auf einer Runde. "Der Supersoft ist 2 Sekunden schneller. Das ist eine halbe Sekunde mehr, als wir erwartet haben", gibt Hembery zu. "Er passt einfach sehr gut zu dieser Strecke und baut viel Grip auf."

Einige Teams äußerten Kritik, dass Pirelli lieber den Soft- statt den Medium-Reifen als zweite Mischung mitbringen hätte sollen. Doch Hembery winkt ab. "Der Soft-Reifen ist sehr tückisch. Wir hatten Sorge, dass er hier auf dem rutschigen Asphalt nicht auf Temperatur kommt und zu Körnen beginnt."

Taktik-Spielchen im Qualifying?

Durch den großen Zeitunterschied der Mischungen ist klar, dass die Teams im Rennen versuchen werden, so lange wie möglich auf dem rot-markierten Reifen zu fahren. "Wir erwarten bei den meisten Teams ein 2-Stopp-Rennen. Die Reifenfolge wird wohl überwiegend Supersoft-Supersoft-Medium sein. Wobei die Zeit auf dem Medium-Reifen so kurz wie möglich gehalten wird. Ich rechne mit kaum mehr als 10 Runden."

Da die Supersoft-Reifen so wertvoll sind, könnte es im Qualifying wieder zu Taktik-Spielchen kommen. Bei 2 Sekunden Zeitunterschied kann es sich allerdings kaum einer leisten zu pokern. "Ob es funktioniert, zwei schnelle Runs mit einem Satz Supersoft zu fahren, ist nicht ganz klar. Da waren die Ergebnisse heute nicht ganz eindeutig. Red Bull könnte damit vielleicht durchkommen. Aber die würden es wohl auch mit dem Medium schaffen. Bei den anderen wird es interessant. Da müssen die Teams eine gute Balance finden um nicht durchzufallen."

Motorsport Aktuell Räikkönen & Alonso 2013 Stimmen zu Ferraris Superteam "Politik kann nur einer im Team"

Zum siebten Mal in der Formel 1-Geschichte fahren zwei Weltmeister in...

Das könnte Sie auch interessieren
Bernie Ecclestone - Formel 1 - 2019
Aktuell
Sebastian Vettel - GP Italien - 2019
Aktuell
Charles Leclerc - Ferrari  - Formel 1 - GP Italien - Monza - 7. September 2019
Aktuell