Kimi Räikkönen - Ferrari - GP Spanien - Barcelona - 12. Mai 2017 Wilhelm
Fernando Alonso - McLaren - GP Spanien - Barcelona - 12. Mai 2017
Fernando Alonso - McLaren - Formel 1 - GP Spanien - 12. Mai 2017
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Pirelli prophezeit Zweistopp-Rennen

Mehr Taktik-Spielchen in Spanien?

Nach einem überschaubaren Rennen in Sotschi dürfte beim GP Spanien wieder etwas mehr Taktik eine Rolle spielen. Pirelli geht von einem Zweistopp-Rennen aus. Auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya ist die Reifenbelastung traditionell hoch.

Die Pirelli-Pneus sind in dieser Saison haltbarer als in den vergangenen Jahren - das war die Vorgabe bei der Entwicklung des neuen Reifens. Das Resultat: In den vergangenen Rennen war es üblich, das man nur ein Mal die Box ansteuern musste - mit Ausnahme von Bahrain. Auf dem 4,655 Kilometer langen Circuit de Barcelona-Catalunya wird der Reifen-Poker wieder eine größere Rolle spielen, denn hier wird der Gummi richtig hart gefordert. Zum Beispiel in schnellen Kurven wie Kurve 9, durch den recht rauen Asphalt und das hohe Abtriebslevel.

Safety Car als Chance für Alternativ-Strategie?

Deshalb erwartet Pirelli-Motorsportchef Mario Isola auch zwei Stopps im Rennen. Die beliebteste Strategie wird wohl die Reihenfolge Soft-Soft-Medium sein. Wobei nicht auszuschließen ist, dass manche Kandidaten, die weiter hinten starten, auch mit Medium beginnen und auf ein Safety Car zu Beginn hoffen. Die Wahrscheinlichkeit ist mit 37 Prozent aber eher gering.


“In der Vergangenheit hatten wir hier mit Körnen zu tun”, meint Isola. “Da ging der linke Vorderreifen schnell kaputt. Nun haben wir es eher mit der Reifenabnutzung zu tun.” Man rechnete zwei Sekunden Zeitverlust in zehn Runden aus. Je nachdem wie stark dieser wirklich ausfällt, geht der Reifen-Guru davon aus, dass der Soft-Reifen um die 20 Runden hält.

1,5 Sekunden Delta zwischen Soft und Medium

Das Delta zwischen der Medium- und der Soft-Mischung schätzt man um rund 1,5 Sekunden ein. Allerdings war man nach dem zweiten Training etwas verwirrt. “Der Wind hat die Richtung geändert und die Stärke”, sagt Isola. “Da kamen wir auf 2,7 Sekunden zwischen dem Medium- und dem Soft-Reifen. Das kann ich aber nicht glauben. Das wäre eine Sekunde mehr als bei den Testfahrten. Wir müssen abwarten, was wir morgen im dritten Training sehen.”

Überhaupt hatte man den Unterschied zwischen der Medium- und der Soft-Mischung anders eingeschätzt. “Ich dachte, es würde geringer als bei den Wintertests ausfallen, wo wir zwischen 1,5 und 2 Sekunden hatten. Weil mit den höheren Temperaturen der Medium-Reifen besser funktioniert und der Abbau beim Soft höher ist auf dem Longrun.”

Wird Reifendruck noch gesenkt?

Für Diskussionen bei den Fahrern sorgte unter anderem der Reifendruck, der von Pirelli vorgegeben wurde. Nach den Erkenntnissen des ersten Trainingstages schließen die Italiener nicht aus, die Werte für den Samstag zu senken. “Wir sind nach den Simulationen von stärkeren Belastungen am Hinterreifen ausgegangen”, meint Isola.

Mit den Mischungen Hard-Medium-Soft, die in Spanien zur Auswahl stehen, hat man bisher die härteste Zusammenstellung gewählt. Eine weicherer Mix war für Pirelli zu riskant. Für die ersten fünf Rennen musste man bereits im vergangenen Jahr eine Auswahl treffen. “Da hätten die Teams dann zwei Sätze Medium, vier Sätze Soft und sieben Sätze Supersoft gehabt. Das war uns zu aggressiv.”

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