Pirelli - 13 Zoll - 18 Zoll - Rad - Formel 1 Motorsport Images

Plan für Reifentests mit 18-Zöllern

Welche Teams bauen ein Mule-Car?

In der Saison 2021 stellt die Formel 1 von 13- auf 18-Zoll-Räder um. Die Vorbereitungen laufen. Drei Teams werden einen Testträger bauen, um noch in diesem Jahr mit dem Test der neuen Pirelli-Niederquerschnittsreifen zu beginnen.

In zwei Jahren wird die Formel 1 ein neues Gesicht haben. Die FIA und Liberty Media arbeiten unter Hochdruck am Auto der Zukunft. Es soll etwas weniger Anpressdruck als die aktuelle Generation haben, und den Abtrieb stärker über den Unterboden generieren. Dadurch soll es einfacher werden, anderen Autos zu folgen und sie zu überholen.

Ziel sind Abtriebswerte wie Anfang 2017. Die Teams arbeiten bereits am 2021er Auto, obwohl das Reglement nicht final steht. „Vielleicht wird es Juni, vielleicht erst Oktober. Wir denken aber bereits über das Auto nach, betreiben Grundlagenforschung. Sobald die Regeln stehen, stürzen wir uns darauf“, sagt Renaults Chassis-Direktor Nick Chester. „Die Autos sollen weniger Abtrieb haben, ja. Die Frage ist, wie viel wir durch schlaue Ideen wieder aufholen. Darin sind wir Ingenieure gut.“

Erste Tests im September

Nicht nur die Aerodynamik der Autos wird sich 2021 verändern, sondern auch die Reifen. Pirelli stellt von 13 auf 18 Zoll um, von Ballon- auf Niederquerschnittsreifen. Die Formel 1 nähert sich damit der Straßenentwicklung an, wo Reifen mit flacher Flanke Standard sind.

Noch in diesem Jahr soll mit den 18-Zöllern getestet werden. Pirelli würde die ersten Prototypen gerne an drei Tagen ausprobieren. Aktuell sucht man nach passenden Strecken. Was gar nicht so einfach ist, weil bereits viele ausgebucht sind. „Wenn alles nach Plan läuft, werden die ersten Tests mit den neuen Reifen Mitte September stattfinden“, sagt Rennleiter Mario Isola.

Drei Teams haben bereits zugesagt, für die Testfahrten einen Testträger zu bauen, der auf die errechneten Abtriebswerte der 2021er-Autos kommt. „Das ist wichtig für uns, um repräsentative Daten zu erlangen“, sagt Isola.

Die sogenannten „Mule-Cars“ für die Tests werden auf den 2018er-Autos basieren. Wir hören, dass es sich bei den drei Teams um Ferrari, Mercedes und Renault handelt. Also drei Werksteams. Red Bull musste passen, weil man 2018 noch mit Renault-Motoren fuhr. Und weil man sich mit einem Mule Car schon einmal 2017 geschadet hat. Die kleineren Teams verzichten aus Kapazitätsgründen, obwohl Isola sagt: „Auch sie könnten ein Mule-Car bauen.“

Formel 1 2021 - Konzept - Mark Antar
Mark Antar Design
So werden die 2021er Autos vermutlich aussehen.

2019 nur Grundlagenforschung

Die winken ab. „Bei den ersten Tests geht es nur um Grundlagenforschung. Wir können es uns nicht leisten, einen Teil unserer Ressourcen auf einen Testträger umzulegen“, sagt ein Teammanager eines Mittelfeldteams. Damit bezieht er sich nicht nur auf die Finanzen, sondern auch das Personal. Das soll lieber an den Autos arbeiten, die aktuell und in Zukunft Rennen fahren. Keine Ablenkung, kein zusätzlicher Teststress.

Die Daten bei den Testfahrten werden sowieso unter den Teams verteilt. So war es bereits vor der Saison 2017, als Ferrari, Mercedes und Red Bull alte Autos mit Schürzen und größeren Flügeln ausgerüstet hatten, um für Pirelli die Auswirkung von mehr Downforce auf die Reifen zu testen.

Mit seinen Stammfahrern die 18-Zoll-Räder zu testen, kann trotzdem ein Vorteil für Mercedes, Ferrari und Renault sein. Weil ihre Fahrer die Ingenieure mit Eindrücken füttern können. Weil die Niederquerschnittsreifen weniger mitfedern als die aktuellen Räder, müssen die Teams vor allem die Feder-/Dämpfer-Elemente anpassen und die Bodenfreiheit leicht erhöhen.

Pirelli rechnet 2020 mit mehr Mule Cars

Doch einen Testträger zu bauen, kann auch ablenken. Deshalb lassen die Nicht-Werksteams die Finger davon. Zumal sie sich alle bis auf Haas in diesem Jahr sowieso in den Dienst von Pirelli stellen. Alfa Romeo, Racing Point, McLaren, Toro Rosso und Williams helfen Pirelli neben Ferrari, Mercedes und Red Bull bei der Reifenentwicklung für 2020, indem sie bei ausgewählten Tests in Bahrain, Barcelona, Paul Ricard, Spielberg und Silverstone ihre Autos und Fahrer abstellen. Renault hingegen verzichtet wie Haas auf eine Beteiligung.

2020, so hofft Pirelli, werden mehr Teams das Angebot annehmen, und ein Mule-Car bauen. „Wir rechnen mit sieben Teams. Das Mule Car kann dann auch auf dem 2019er Auto basieren.“ Ein Teammanager ist sich sicher. „Dann werden alle mit den 18-Zoll-Rädern fahren, weil nicht mehr nur an der Oberfläche gekratzt wird.“

Formel 1 2021: Das Concept für die Zukunft

Formel 1 - Concept 2021
FOM 1/20 Die Formel-1-Verantwortlichen haben ihre Vision für das Auto-Design für 2021 vorgestellt. Wir zeigen Ihnen die ersten Bilder ...
Formel 1 - Concept 2021 Formel 1 - Concept 2021 Formel 1 - Concept 2021 Formel 1 - Concept 2021 Formel 1 - Concept 2021 Formel 1 - Concept 2021 Formel 1 - Concept 2021 Formel 1 - Concept 2021 Formel 1 - Concept 2021 Formel 1 - Concept 2021 Formel 1 - Concept 2021 Formel 1 - Concept 2021 Formel 1 - Concept 2021 Formel 1 - Concept 2021 Formel 1 - Concept 2021 Formel 1 - Concept 2021 Formel 1 - Concept 2021 Formel 1 - Concept 2021 Formel 1 - Concept 2021 Formel 1 - Concept 2021
Zur Startseite
Motorsport Neuigkeiten Impressionen - Formel 1 - GP Monaco - 22. Mai 2019 Keine schnelle Aufholjagd Wie steht es um Ferrari?
Mehr zum Thema Pirelli
Pierre Gasly - Red Bull - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 10. Mai 2019
Neuigkeiten
Pirelli-Sportchef Mario Isola - 2019
Neuigkeiten
Red Bull - Pirelli - GP Aserbaidschan 2019
Neuigkeiten