Pleiten-Wochenende für Haas

„Können es ja nicht verlernt haben“

Romain Grosjean - HaasF1 - Formel 1 - GP Mexiko - 28. Oktober 2016 Foto: sutton-images.com 45 Bilder

Die beiden Haas-Piloten landeten in Mexiko abgeschlagen auf den Plätzen 19 und 20. Nach dem Rennen schaute man in ahnungslose Gesichter. Auch Teamchef Guenther Steiner hatte noch keine Erklärung für den Absturz parat.

HaasF1 war die Überraschung der ersten Saisonhälfte. Doch mittlerweile ist die Euphorie verflogen. Der Neuling bezahlt ordentlich Lehrgeld. Die Unerfahrenheit äußert sich vor allem in stark schwankenden Ergebnissen. Nach einem sehr guten Japan-Wochenende und einem hart erkämpften WM-Punkt in Austin fand sich das US-Team in Mexiko am Ende des Klassements wieder.

„Wir wissen nicht, was schief lief. Wir haben einfach keine Balance im Auto gefunden und waren nie im richtigen Reifenfenster. Wir haben generell einfach keine gute Leistung dieses Wochenende abgeliefert. Da müssen wir ganz ehrlich sein“, lautete die schonungslose Bilanz von Teamchef Guenther Steiner nach den Plätzen 19 und 20 für Esteban Gutierrez und Romain Grosjean. Nur die beiden Manor waren noch schlechter.

Steiner ratlos nach Mexiko-Problemen

Das ganze Wochenende werkelten die Ingenieure erfolglos an den Autos. Nichts brachte die US-Renner auf eine ordentliche Pace. Steiner hofft, dass es nur ein einmaliger Ausrutscher war: „Nach einem schlechten Freitag hatte ich noch gedacht, dass wir am Samstag die Wende schaffen können. Das war aber nicht der Fall. Solche Tage gibt es aber manchmal. Wir müssen uns jetzt in den nächsten beiden Rennen zusammenreißen. Wir wissen ja, dass wir es können.“

Die große Frage lautet: Wo ist die Pace hin? Liegt das Autodromo Hermanos Rodriguez dem Auto einfach nicht? Oder gibt es ein größeres Problem? Normalerweise verläuft die Formkurve bei Haas wegen der technischen Verbindung immer ähnlich zu Ferrari. Doch dieses Mal war der italienische Teilespender deutlich besser unterwegs als der US-Partner.

Steiner appellierte an seine Truppe, den Glauben an die eigenen Fähigkeiten nicht zu verlieren: „In Japan hatten wir noch beide Autos unter den ersten Zehn der Startaufstellung. Man fragt sich natürlich, wo die Pace hin ist. Wir wissen es momentan nicht. Aber wir werden weiter hart arbeiten. Wir können es ja nicht innerhalb von 2 Wochen verlernt haben.“

Haas braucht problemfreie Wochenenden

Die erste Antwort hat der Südtiroler auch schon parat: „Wir müssen im Freitagstraining auf der Strecke sein und Kilometer sammeln – und nicht in der Garage stehen. In Mexiko fiel ein Auto in zweiten Training mit Problemen aus. Wir haben deshalb die ganzen Reifentests mit dem anderen Auto gemacht – dabei aber die Setup-Arbeit vernachlässigt. Es war das größte Problem in den letzten beiden Rennen, dass wir keine sauberen Freitage und Samstage hatten.“

Nach der Pleite im Qualifying musste Romain Grosjean am Ende sogar aus der Boxengasse starten. Am Auto des Franzosen wurde vor dem Rennen der Unterboden gewechselt: „Unsere Aerodynamiker hatten einige ungewöhnliche Werte in den Sensor-Daten gesehen“, erklärt Steiner die Entscheidung. „Da wir sowieso nichts zu verlieren hatten, haben wir einen anderen Unterboden montiert. Wir wollten schauen, ob sich die Leistung damit verbessert. Aber die Pace im Rennen hat nicht danach ausgesehen, dass es einen großen Unterschied gemacht hat.“

Transfermarkt wartet ab

Neben der Leistung auf der Strecke gibt es noch eine weitere Baustelle – das Fahrerpersonal für die kommende Saison. Esteban Gutierrez muss seine Koffer wohl packen. Auf der Wunschliste von Haas stehen Kevin Magnussen und Pascal Wehrlein. Steiner bezifferte die Chancen, einen der Wunschfahrer für 2017 zu bekommen, als 50:50.

„Jeder wartet ab und schaut, was die anderen machen. Irgendjemand muss sich jetzt mal entscheiden. Ich denke, bis Brasilien wird sich da noch etwas tun. Es wird langsam eng. Deals nach dem letzten Rennen in Abu Dhabi abzuschließen ist immer schwierig, weil die Leute dann auf Abstand zur Formel 1 gehen.“

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