Esteban Ocon - Alpine - GP Portugal - Portimao - 1. Mai 2021 xpb
Sergio Perez - Red Bull - GP Portugal - Portimao - 1. Mai 2021
Sergio Perez - Red Bull - GP Portugal - Portimao - 1. Mai 2021
Impressionen - GP Portugal - Portimao - 1. Mai 2021
Antonio Giovinazzi - Alfa Romeo - GP Portugal - Portimao - 1. Mai 2021 54 Bilder

Fernando Alonso treibt Alpine zur Trendwende

Alonso treibt Alpine zur Trendwende Ocon erntet Früchte der Arbeit

GP Portugal

Alpine ist die große Überraschung von Portimao. Die französische Equipe geigt plötzlich im vorderen Mittelfeld herum. Fernando Alonso erklärt wie man die Trendwende geschafft hat, von der er selbst in der Qualifikation noch nicht profitierte.

Nach den ersten beiden Rennen war Alpine schon zu einer der Enttäuschungen der Saison abgestempelt worden. Die Rennwagen von Fernando Alonso und Esteban Ocon fielen nur durch ihre strahlend blaue Lackierung auf, aber nicht durch eine besonders gute Pace. Im Mittelfeld musste man McLaren, Ferrari und auch Alpha Tauri zunächst den Vortritt lassen.

Doch in Portugal tauchten plötzlich zwei komplett verwandelte Autos auf. Die Piloten geigten in den Freien Trainings regelmäßig im vorderen Teil der Top Ten herum. Dabei war bis auf eine kleine Modifikation am Unterboden kaum etwas technisch verändert worden. Die erste große Ausbaustufe hatte man schon zwei Wochen zuvor in Imola gezündet. Dort schien sie ohne nennenswerten Effekt verpufft zu sein.

Doch da hatten sich die Experten geirrt: "Wir mussten erst einmal verstehen, wie sich das Auto mit den neuen Teilen verhält und wie man damit das Beste rausholt", erklärte Ocon. "Wir haben hier im Training ein paar Sachen ausprobiert und neue Erkenntnisse gesammelt, wie wir uns verbessern können. Dieses Feintuning hat uns richtig weiter gebracht."

Esteban Ocon - Alpine - GP Portugal - Portimao - 1. Mai 2021
Motorsport Images
Alpine hat genau analysiert, wo die Probleme liegen - und hat offenbar die richtigen Schlüsse gezogen.

Harte Arbeit seit Imola

Alonso ist mit dem Ruf zum Rennstall aus Enstone gewechselt, die Ingenieure immer ordentlich zu fordern und anzutreiben. Nach den ersten Rennen zeigte sich der Spanier noch alles andere als zufrieden. Entsprechend setzte er seine Mannschaft zuletzt unter Druck. Offenbar mit Erfolg, wie sich nun zeigte.

"Wir haben richtig hart gearbeitet", berichtet der zweifache Weltmeister: "Nach Imola gab es am Montag und am Donnerstag ausführliche Briefings mit den Ingenieuren. Das ganze Wochenende haben wir mit dem Simulator gearbeitet – sie in der Fabrik, ich von zuhause. Wir haben viel mehr Arbeit in dieses Wochenende gesteckt als sonst. Das hat mir geholfen, das Auto besser zu verstehen. Ich war von der ersten Runde perfekt vorbereitet, obwohl die Strecke eigentlich neu für mich war."

In der Qualifikation konnte aber nur Ocon von der gesteigerten Performance profitieren. Der französische Youngster stellte seinen A521 auf den sechsten Startplatz. So weit vorne stand er seit dem GP Belgien letztes Jahr nicht mehr. "Ich bin gar nicht so zufrieden mit der letzten Runde im Q3. Wenn ich da so eine Runde hinbekommen hätte wie im Q2, dann hätte es sogar Rang fünf werden können", zeigte sich der Pilot nur mäßig begeistert.

Esteban Ocon - Alpine - GP Portugal - Portimao - 1. Mai 2021
xpb
Ocon kam im Qualifying deutlich besser zurecht als Alonso. Kann der Routinier am Sonntag zurückschlagen?

Alonso hofft auf Aufholjagd

Im Vergleich zu Alonso steht Ocon aber noch deutlich besser da. Für den Routinier im Team war schon nach der zweiten K.O.-Runde Schluss: "Irgendwie haben wir vom dritten Training zum Qualifying eine Sekunde an Pace verloren", wunderte sich der Routinier. "Dabei haben wir am Auto vom ersten Training bis zum Qualifying eigentlich gar nicht viel geändert. Die Balance hat gleich gepasst. Ich habe mich wohl gefühlt. Alles war positiv. Und dann war der Grip im Qualifying plötzlich nicht mehr so da."

Natürlich verlangt Alonso von seinen Ingenieuren eine Erklärung für das sonderbare Verhalten des Autos. Generell zog der 39-Jährige aber ein positives Fazit. Das Auto sei deutlich konkurrenzfähiger und fühle sich auch besser an, lobte er. Und auch von Startplatz 13 sei im Rennen noch alles möglich.

"Die Position ist mir eigentlich gar nicht so wichtig. Die Punkte werden erst morgen vergeben. Ich habe freie Reifenwahl. Vielleicht ist das eines dieser Rennen, bei denen man besser außerhalb der Top Ten startet. Wir waren das ganze Wochenende so schnell wie die McLaren und die Ferrari. Ich sehe keinen Grund, warum wir sie mit frischen Reifen am Start nicht noch einholen und gute Punkte sammeln können."

Die große Frage lautet nun, ob Portimao nur eine Eintagsfliege war, oder ob Alpine eine echte Trendwende geschafft hat. Auch die Fahrer können das noch nicht sagen: "Diese Strecke hat uns letztes Jahr eigentlich gar nicht gelegen", wunderte sich Ocon. "Ich hoffe natürlich, dass es jetzt so weitergeht." Und auch Alonso will noch nicht zu früh jubeln: "Es war schon eine kleine Überraschung, wie gut es läuft. Jetzt müssen wir mal abwarten, ob es nur an der Strecke lag oder ob der Trend länger anhält."

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