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Power Ranking GP Aserbaidschan 2019

Mercedes zu gut für die Gegner

Ferrari und Red Bull präsentierten sich in Baku in besserer Form als in China. Trotzdem reichte es für Mercedes zum vierten Doppelsieg in Folge. Man fragt sich langsam, wer gegen diese Perfektionisten-Truppe gewinnen soll.

Diese Weltmeisterschaft geht so los, wie es sich kein neutraler Fan gewünscht hat. Mercedes ist überlegener als je zuvor in der Hybrid-Ära. Vier Doppelsiege in Folge überbieten alles, was wir bis jetzt von den Silberpfeilen gesehen haben. Da ist es nur ein geringer Trost, dass Mercedes gar nicht so überlegen ist, wie es der Punktestand ausweist. Aber ein bisschen die Nase vorn haben reicht auch, wenn man in jeder Disziplin perfekt aufgestellt ist und sich keine Fehler erlaubt.

Die Fehler machen die Gegner. Ein bisschen hier, ein bisschen dort. Genug, um Mercedes den entscheidenden Vorteil zu schenken. Ferrari brachte ein besseres Auto nach Baku. Doch Charles Leclerc setzte es in die Tecpro-Barrieren. Und Sebastian Vettel verlor die Pole Position, weil Ferrari zu behäbig auf die fallenden Temperaturen reagierte und für Vettel keinen Windschatten fand. Von den Startplätzen 3 und 8 gewinnt man nicht gegen zwei Mercedes, die aus der ersten Reihe starten.

Red Bull-Honda hat ebenfalls sein Paket verbessert. Die Ingenieure brachten die Reifen erstmals in ihr Arbeitsfenster und fanden den richtigen Kompromiss zwischen Abtrieb und Top-Speed. Honda sicherte den PS-Sprung über den Winter durch ein Upgrade ab. Auf den Medium-Reifen war Max Verstappen der schnellste Mann auf der Strecke. Eine VSC-Phase bremste seinen Vorwärtsdrang. Danach wollten die Reifen nicht mehr auf Temperatur kommen.

Power Ranking GP Aserbaidschan: Alle 10 Teams im Form-Check

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Teures Wochenende für Williams

Im Mittelfeld schwammen sich Racing Point und McLaren mit jeweils 10 Punkten Zuwachs vom Rest frei. Racing Point ist in Baku traditionell stark. Man weiß wohl etwas, was die anderen nicht wissen. In langsamen Kurven hat das Auto eigentlich noch seine Probleme und kam trotzdem noch gut über die Runden. McLaren zählt zu den Teams, die die Reifen am besten verstehen. Auch diesmal wieder.

Bei Renault ging gar nichts. Die Fahrer rätselten, warum sie keinen Grip fanden. Waren es die Reifentemperaturen, oder steckte mehr dahinter? Die Nullrunde tut Renault weh. Weil zwei Gegner massiv gepunktet haben. Etwas, das Renault in den Rennen, in denen man stark war, versäumt hatte. Auch bei Haas herrschte Ratlosigkeit. Wieder keine Reifentemperaturen. Das weitet sich langsam zur Staatskrise aus.

Toro Rosso hatte den Speed für WM-Punkte, doch ein Fahrer wurde auf dem Weg dorthin abgeschossen, und der andere fiel wegen der falschen Taktik zu weit zurück. Alfa Romeo handelte sich zwei Strafen ein. Der eine Fahrer startete von ganz hinten, der andere aus der Boxengasse. Ein WM-Punkt war Schadensbegrenzung. Für Williams war es vor allem ein teures Wochenende. Beide Autos wurden bei Unfällen stark beschädigt.

Power Ranking GP Aserbaidschan

Hier ist das Power Ranking vom GP Aserbaidschan. Den detaillierten Formcheck aller 10 Teams finden Sie wie immer in unserer Galerie.

  1. Mercedes (1)
  2. Ferrari (2)
  3. Red Bull (3)
  4. Racing Point (6)
  5. McLaren (9)
  6. Alfa Romeo (5)
  7. Renault (4)
  8. Toro Rosso (8)
  9. Haas (7)
  10. Williams (10)

*in Klammern Position nach dem GP China

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