Power-Ranking GP Kanada

Ferrari-Upgrade schlägt Mercedes

Ferrari - Formel 1 - GP Kanada 2018 Foto: sutton-images.com 20 Bilder

Montreal war fest in der Hand von Ferrari. Weil die Upgrades an Auto und Motor funktioniert haben, und weil Mercedes nichts Neues im Gepäck hatte. Wir haben die Leistungen aller 10 Team in unserem Formcheck analysiert.

Im Training zum GP Kanada trennten Ferrari, Mercedes und Red Bull nur 173 Tausendstelsekunden. Das ist der beste Beweis dafür, wie eng es an der Spitze zugeht. Und da entscheiden Kleinigkeiten über Sein oder Nichtsein.

Der eine bringt zwei Upgrades, der andere nichts. Der eine gewinnt 10 PS, der andere stagniert. Ferrari rüstete in der Aerodynamik und beim Motor auf. Mercedes sagte in letzter Minute das Debüt seines Spec2-Motors ab. So wurde Montreal von einer Mercedes-Strecke zum Ferrari-Land.

Renault führt Mittelfeld an

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Auch Red Bull hatte aufgerüstet. Minimal bei der Aerodynamik, ordentlich beim Motor. Renault spendierte 12 PS mehr. Die Lücke zu Mercedes auf einer Power-Strecke schrumpfte, die zu Ferrari nicht. Sebastian Vettel war in Montreal unschlagbar. Hätte Kimi Räikkönen im Q3 nicht ein Rad ins Gras gesetzt, hätte es eine erste Startreihe in Rot geben können. So kamen je ein Mercedes und ein Red Bull auf das Podium. Aus Sicht des WM-Standes allerdings mit den falschen Fahrern.

So ganz langsam bekommt das Mittelfeld ein Gesicht. Nach sieben Rennen lässt sich ein Trend herauslesen. Renault ist auf allen Streckentypen vorne mit dabei. Der Punktestand zeigt es. Das französische Werksteam hat sich jetzt um 16 Punkte von McLaren abgesetzt. Doch das Renault-Kundenteam ist auf der Strecke gar nicht mehr Renaults Gegner. Die Rolle hat Force India übernommen.

HaasF1 steigerte sich im Vergleich zu Monte Carlo. Das Upgrade zeigte Wirkung. Punkte verlor man schon im Training. Ein geplatzter Ladeluftkühler relegierte Romain Grosjean auf den letzten Startplatz Dort traf er Pierre Gasly. Der Toro Rosso musste nach zweimaligem Motorwechsel ebenfalls zurück. Im Rennen waren die HaasF1 und Toro Rosso praktisch gleich schnell.

Power-Ranking GP Kanada 2018

Hier ist das Power Ranking vom GP Kanada. Den detaillierten Formcheck aller 10 Teams finden Sie wie immer in unserer Galerie.

  1. Ferrari (2)
  2. Mercedes (3)
  3. Red Bull (1)
  4. Renault (5)
  5. Force India (4)
  6. Toro Rosso (7)
  7. HaasF1 (8)
  8. Sauber (9)
  9. McLaren (6)
  10. Williams (10)

*in Klammern Position nach dem GP Monaco

Neuester Kommentar

[Zitat] Da wird z.B. Red Bull ein Rennen zuvor auf Platz 1 bewertet und Mercedes auf Platz 3. In Kanada bekommt Red Bull ein Motorenupdate und die Aerodynamik.
Michael Schmidt schreibt selber, dass Mercedes nichts Neues im Gepäck hat!
Trotzdem wird Mercedes plötzlich auf Platz 2 gewertet und Red Bull auf Platz 3?
Wie kann das sein? [/Zitat]

Wie kann das nicht sein?

Lösung des Rätsels:

OBWOHL RedBull was Neues im Gepäck hatte, waren sie drittbestes Team. Das wird nicht dadurch verwischt, weil Hamilton einen Bock geschossen hat (wie in China auch) und unter ferner liefen fuhr. Bloß deshalb waren die Mercedesse nicht auf 2 und 3 im Endergebnis.

Falls jetzt gefragt werden sollte, wieso dann Räikkönen so shitty war und auf "6" fuhr? Weil Räikkönen fast gar nichts Relevantes mehr kann.

Außerdem: wie kann es nicht sein, dass ein Team, das gerade noch auf "1" war im Teamranking (in Monaco) plötzlich abrutscht auf "3"? Übrigens: vermutlich war RedBull 2018 nur in Monaco alleinig bestes Team und wird im Rest der Saison nicht noch einmal so gut sein wie dort (nicht mal in Ungarn oder Singapur).

donington93 15. Juni 2018, 19:17 Uhr
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