Toro Rosso - Formel 1 - GP Monaco 2019 Motorsport Images

Power-Ranking GP Monaco 2019

Toro Rosso macht Sprung nach vorne

An der Spitze unseres Monaco-Power-Rankings ist die Reihenfolge eingefroren. Mercedes vor Red Bull und Ferrari. Doch im Mittelfeld gibt es mehr Bewegung. Wir haben alle 10 Teams im Formcheck.

Monte Carlo ist kein guter Gradmesser für die Qualitäten eines Rennautos. Dafür ist das Layout zu speziell. Alle fahren mit vollem Abtrieb. Nur bei der mechanischen Abstimmung gehen die Teams eigene Wege, um die Reifen auf Temperatur zu bringen und sie im Fenster zu halten. Die Einstellungen sind Betriebsgeheimnis. Auch Monte Carlo hat gezeigt, dass der Mercedes W10 den meisten Abtrieb hat. Die Silberpfeile waren im Training eine halbe Sekunde schneller als der Rest.

Der Abstand im Rennen fiel nur deshalb so gering aus, weil Lewis Hamiltons Mercedes beim Boxenstopp auf die falschen Reifen gestellt wurde. Es reichte trotzdem zu Sieg. „In Montreal wären wir nicht vorne geblieben“, relativierte Teamchef Toto Wolff. Hamiltons Satz spricht Bände: „Mit den harten Reifen wäre es ein gemütlicher Nachmittag geworden.“

Sebastian Vettel feierte seinen zweiten Platz deshalb auch nicht groß. Sein Fazit fiel nüchtern aus: „Wir sind nicht schnell genug.“ Ferrari war in Monte Carlo langsamer als Red Bull. Was angesichts der Schwäche der roten Autos in langsamen Kurven auch keine große Überraschung ist. Red Bull konnte in den Kurven halbwegs mit Mercedes mithalten. Aber auf den Geraden fehlte der Dampf.

Nico Hülkenberg - Renault - Formel 1 - GP Monaco - 25. Mai 2019
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Renault hatte in Monaco mehr verdient als nur zwei Pünktchen.

Renault besser als das Rennresultat

Monte Carlo kann im Rennen eine Lotterie sein. Das frühe Safety-Car verfälschte ein bisschen das Bild. Renault und Haas wurden unter Wert geschlagen, weil sie Daniel Ricciardo und Kevin Magnussen früh an die Box gelotst wurden. Damit steckten sie im Feld fest. Wer draußen blieb, hatte besser gepokert.

Um ein klares Bild für das Formbarometer zu bekommen, muss man die Rundenzeiten am Samstag mit einbeziehen. Und da machten Haas und Renault eine starke Figur. Bei Haas zeigte sich wieder einmal: Wenn die Reifen im Fenster sind, fliegt der US-Ferrari. Das war bei Magnussen im Training so und bei Romain Grosjean in den letzten Runden auf den Soft-Reifen.

Daniel Ricciardo fuhr die siebtschnellste Quali-Zeit und die viertschnellste Rennrunde. Er hatte das Pech, ab Runde 12 in einem Pulk zu stecken, der von Lance Stroll gebremst wurde. Wir haben Renault vor McLaren platziert, weil die gelbschwarzen Autos eigentlich schneller waren. McLaren hatte nur die bessere Strategie. Unstrittig dagegen ist Platz 4. Toro Rosso zeigte über das ganze Wochenende eine konstante Leistung. Red Bulls B-Team war unter allen Umständen schnell.

Power Ranking GP Monaco

Hier ist das Power Ranking vom GP Monaco. Den detaillierten Formcheck aller 10 Teams finden Sie wie immer in unserer Galerie.

  1. Mercedes (1)
  2. Red Bull (2)
  3. Ferrari (3)
  4. Toro Rosso (5)
  5. Renault (6)
  6. McLaren (7)
  7. Haas (4)
  8. Alfa Romeo (8)
  9. Racing Point (9)
  10. Williams (10)

* in Klammern Position nach dem GP Spanien

Analyse GP Monaco 2019:: Alle 10 Teams im Formcheck

Toro Rosso - Formel 1 - GP Monaco 2019
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