Power Ranking GP Österreich 2014

Mercedes gerät immer mehr unter Druck

Mercedes - Formel 1 - GP Österreich 2014 Foto: Monster 25 Bilder

Der sechste Doppelsieg von Mercedes war der schwerste. Es dauerte bis zur 46. Runde, bis beide Silberpfeile im Doppelpack vorne lagen. Vier weitere Fahrer führten das Feld an. Das gab es noch nie. In unserem Formcheck analysieren wir die Stärken und Schwächen der 11 Teams.

Die Einleitung für diesen Text können wir aus dem Stehsatz nehmen. Der größte Gegner von Mercedes ist nicht Red Bull. Es ist die Technik. So haben wir nach dem GP Kanada unseren F1-Formcheck begonnen. Der Satz kann stehen bleiben, wenn wir Red Bull durch Williams ersetzen. Mercedes musste auch in Österreich mit gedrosselter Power fahren. Diesmal aber freiwillig. Und es blieben auch nicht 160 PS auf der Strecke. Sonst wäre man von den Williams geschluckt worden.

Auch diesmal drohte das Steuergerät, das die MGU-K versorgt zu überhitzen. Ein streckenspezifisches Problem, das in Zukunft nicht mehr auftauchen soll. Das wusste man schon vor dem Rennen anhand der Erfahrungen vom Training. Weil jetzt strengere Temperatur-Kriterien herrschen und Mercedes keine zusätzlichen Löcher in die Verkleidung stanzen wollte, musste das Steuergerät entlastet werden. Also weniger Laden und Entladen über die MGU-K. Dazu gab es wieder Ärger mit den Bremsen. Dass Nico Rosberg und Lewis Hamilton trotzdem den sechsten Doppelsieg landeten, spricht für die Qualität des Pakets.

Williams profitiert vom Streckenlayout

Williams zeigte sich überraschend stark. Was hauptsächlich am Streckenlayout lag. Der FW36 mag Stop and Go, er ist schnell auf der Geraden und exzellent auf der Bremse. Seit dem GP Kanada hat man vorne neue Bremsbelüftungen, mit denen sich die Temperatur der Scheiben besser kontrollieren lässt. Und die Bremsen sind beim Generieren von Reifentemperaturen ein beliebtes Hilfsmittel. Im Training gab es nur ein Team, das nicht über Untersteuern klagte: Williams. Deshalb standen Felipe Massa und Valtteri Bottas in der ersten Reihe.

Red Bulls Heimspiel fand auf einer Rennstrecke statt, die das eigene Fahrzeug benachteiligte. Christian Horners Fazit: "Es war unsere schlechteste Strecke." Der Red Bull-Ring ist ein Motoren-Kurs. Die Kurvenradien sind kurz. Deshalb konnte der RB10 seine gute Aerodynamik nicht ausspielen. Red Bull war im eigenen Sandkasten schlechter als Williams, Force India und Ferrari. Trotzdem bleiben sie bei unserem Power Ranking auf Platz 2. Wir gehen von einem einmaligen Ausrutscher aus.

Power Ranking GP Österreich

Hier das Power Ranking nach dem GP Österreich im Kurzüberblick. Den detaillierten Formcheck aller 11 Teams finden Sie in der Bildergalerie.

1. Mercedes (1)
2. Red Bull (2)
3. Williams (3)
4. Ferrari (4)
5. Force India (5)
6. Toro Rosso (7)
7. McLaren (6)
8. Lotus (8)
9. Sauber (9)
10. Marussia (10)
11. Caterham (11)

* in Klammern Position nach dem GP Kanada

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