Pressereaktionen auf Bahrain-Absage

"Kein Platz für Multimillionäre"

Bahrain GP Foto: xpb 62 Bilder

Die Absage des Formel 1-Auftakts in Bahrain war auch das Thema auf den Titelblättern der großen europäischen Zeitungen. Einhellige Meinung: Es gab keine Alternative. Im Kreuzfeuer der Kritik steht die Regierung in Bahrain.

England:

The Times: Die Königsfamilie von Bahrain hat sich nur dem Unvermeidbaren gefügt. Nur ein paar Meilen entfernt von den Straßen, auf denen eine Nation weiterhin vom Protest eingehüllt wird, war kein Platz für Multimillionäre, um den verschwenderischsten Sport der Welt zu veranstalten. (...) Die Demonstranten auf den Straßen haben sich den Grand Prix als eine Möglichkeit ausgesucht, die Regierung in Verlegenheit zu bringen, wenn sie ihre Forderungen nicht erfüllt. Das Rennen abzusagen ist beschämend; doch das Eröffnungsrennen der Formel-1-Saison stattfinden zu lassen, während der Sahkir-Rennkurs von Panzern bewacht wird und Tränengas in die Tribünen zieht, wäre weitaus schlimmer gewesen.

The Guardian: Die oft extrem gespaltene Welt der Formel 1 stieß einen leisen Seufzer der Erleichterung über die Absage des Grand Prix in Bahrain aus, obwohl das dazu führen könnte, dass sich die Saison bis Ende Dezember hinzieht.

Daily Mail: Es gibt wenig, gegen das der Zirkusdirektor der Formel 1 nichts tun kann, wenn es um die Welt der Grand-Prix-Rennen geht; aber am Ende erwies sich der Wille einer Nation, politische Reformen durchzusetzen, als außerhalb der Einflusssphäre von Bernie Ecclestone. (...) Von Seiten der Teams war wenig Lust zu verspüren, in das Golf-Königreich zu fahren. Den Fahrern, Teamchefs und Technikern war allesamt nicht besonders behaglich dabei zumute, den Grand-Prix-Zirkus in ein Land zu bringen, dessen Regierung Gewalt genutzt hatte, um ursprünglich friedliche Proteste zu unterdrücken.

Italien:

La Gazzetta dello Sport: Bahrain wurde gestrichen. Es gab keine Alternative. Die Formel 1-Fans müssen sich nun gedulden. Aber es gab keine andere Möglichkeit.

Tuttosport: Im Chaos von Bahrain gibt es keine Formel 1.

Corriere dello Sport: Krieg im Mittleren Osten. Der Formel 1 Grand-Prix fällt aus.

Österreich:

Kurier: Sechs tote Demonstranten, Aufruhr in den Straßen. Nach den Protesten gegen die Regierung haben die Menschen in Bahrain andere Sorgen, als sich um ein Formel-1-Rennen zu kümmern.

Österreich: Eine Entscheidung, mit der alle leben können.

Kronen Zeitung: Grand-Prix-Absage war einzig richtige Reaktion.
 

Schweiz:

Blick: Die Vernunft hat im Krisenherd Bahrain gesiegt. Der Kronprinz telefonierte mit Ecclestone: No race!

Neue Zürcher Zeitung: Mitten im politischen Sturm. Die Frage nach der Moral wird in der Formel 1 selten gestellt, vielleicht viel zu selten. So ist auch die Absage des Großen Preises von Bahrain, wo am 13. März in die neue Saison hätte gestartet werden sollen, nicht primär mit der Achtung von Menschenrechten zu begründen. Vielmehr geht es um Sicherheit und Geld

Umfrage
War die Absage des Bahrain GP die richtige Entscheidung?
Ergebnis anzeigen
Neues Heft
Top Aktuell Charles Leclerc - Sauber - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - Freitag - 28.9.2018 Das Strafregister der Formel 1 Nur Leclerc mit weißer Weste
Beliebte Artikel Jaime Alguersuari Vierter Spanien-Test Bahrain-Ersatztest in Barcelona Bernie Ecclestone GP Bahrain Der Formel 1-Auftakt ist abgesagt
Anzeige
Sportwagen Aston Martin Valkyrie V12-Motor des Aston Martin Valkyrie Die Technik des 1.000-PS-Saugers Toyota Supra - Sportcoupé - Fahrbericht Toyota GR Supra (2019) Premiere in Detroit
Allrad Porsche Macan, Facelift 2019 Porsche Macan (2019) Facelift Scharfes Heck, starke Motoren Audi SQ5 3.0 TFSI Quattro, Exterieur, Heck SUV Neuzulassungen November 2018 Audi und Porsche unter Druck
Oldtimer & Youngtimer Porsche 911 (996) Carrera Coupe Porsche 911 (996) Kaufberatung Probleme des Schnäppchen-Elfer Aston Martin Heritage EV Concept Aston Martin Heritage EV Concept Elektroantrieb für Klassiker