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Sauber C36 - Test - Shakedown - Barcelona - 2017
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Probleme bei Sauber in Österreich

Abstand bleibt konstant

Nach dem Zwischenhoch von Baku nahm Sauber in Spielberg wieder die letzten beiden Plätze ein. Was nach Rückschritt aussieht, ist auf den zweiten Blick auch eine Art Lebenszeichen aus Hinwil. Der Abstand zur Spitze bleibt konstant.

Im Training Platz 19 und 20. Im Rennen Rang 14 und 15. Das ist die Bilanz von Sauber nach dem GP Österreich. Punkte waren diesmal in weiter Ferne. Anders als in Baku, fand der Schweizer Rennstall in Spielberg kein Mittel, die Reifen zuverlässig zur gleichen Zeit in ihr Arbeitsfenster zu bringen. Es schwankte zwischen vorne zu kalt und hinten normal bis vorne normal und hinten zu heiß.

Im Q1 der Qualifikation verlor Sauber 1,793 Sekunden auf die Bestzeit in der ersten K.O.-Runde. Das sind 2,77 Prozent der Rundenzeit. Damit bewegte sich Sauber sogar am unteren Ende der Skala. „Normal ist ein Zeitverlust zwischen 3,2 und 3,5 Prozent zu den Besten. Nur in Russland hatten wir über vier Prozent. Das heißt, dass wir immerhin in der Lage sind, trotz des höheren Entwicklungstempos der Topteams nicht weiter abzufallen“, relativiert Teammanager Beat Zehnder das Trainingsergebnis.

Das Problem mit den Reifentemperaturen

In Österreich kam erschwerend hinzu, dass Pascal Wehrlein mit einem Handikap unterwegs war. Die Batterie konnte nur zu maximal 65 Prozent geladen werden. Alle fünf Runden musste Wehrlein eine Runde opfern, um den Energiespeicher wieder auf dieses Niveau aufzufüllen. Und dabei sind natürlich wieder die Reifen ausgekühlt.

Marcus Ericsson - GP Österreich 2017
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Weil Ferrari den Fehler nicht finden konnte, wurde entschieden die gerade frisch eingebaute dritte Antriebseinheit wieder zu entfernen und durch einen älteren Motor zu ersetzen. Der allerdings mit einer anderen Turbolader-Spezifikation ausgerüstet war, was Wehrlein zwang aus der Boxengasse zu starten. Angesichts der Schwierigkeiten war der 14. Platz nur 5,043 Sekunden hinter Nico Hülkenberg kein Beinbruch.

Marcus Ericsson kämpfte das ganze Wochenende mit der Balance der Reifentemperaturen. „Wenn die Hinterreifen nur um 6 Grad wärmer sind als die Vorderreifen, rutscht das Auto nur noch herum“, erklärt Zehnder. Als er sie im Rennen endlich in ihr Arbeitsfenster brachte, standen die Überrundungen an. Worauf die Temperaturen wieder in den Keller stürzten.

Doppelter Schaden durch Leistungsmanko

Für Sauber geht es in dieser Saison nur noch um Schadensbegrenzung. Der Blick ist längst auf 2018 gerichtet. Den Ingenieuren sind in gewissen Bereichen die Hände gebunden. Sauber erlebt jetzt, was Toro Rosso vor einem Jahr mitmachte. Der alte Ferrari-Motor bleibt auf seinem Stand. Die Konkurrenz zieht davon. Ein Leistungsmanko resultiert in der Formel 1 in einem doppelten Schaden.

Power hilft auch beim Aufwärmen der Reifen, weil man über das Brake-by-wire mehr mit der Bremsbalance spielen kann. Und über die Abstrahlung der Bremswärme heizt man die Reifen auf. Dazu kommt, dass dem Sauber C36 auch Abtrieb fehlt. Langsamer in den Kurven bedeutet doppelt langsamer. Weil die Reifen nicht so stark walken und damit auch weniger Temperatur entwickeln.

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Das Rennen in Spielberg war kein Action-Fest.

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