Quali-Modus nachgebessert

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Nach der Einführung des neuen Qualifikations-Reglements schließt die FIA nach und nach die Schlupflöcher. Nachdem Bernie Ecclestone mit einem Machtwort das bisherige Einzelzeitfahren abschaffte, und einen neuen Modus schuf, machten sich FIA-Funktionäre und Teamstrategen Gedanken, wie die neuen Regeln am besten auszutricksten sind.

Bisher erlaubten die Regeln, den Tank bis zum Start einfach wieder bis auf das Gewicht aufzufüllen, das vor dem abschließenden 20-minütigen Training gemessen wurde. Die größte Befürchtung: Da die Fahrer für ihre schnelle Runde gern ein möglichst leichtes Auto haben, das Rennen aber mit möglichst vollem Tank beginnen wollen, könnten Teams auf die Idee kommen, zwischenzeitlich heimlich Benzin abzulassen.

Dem will die FIA nun einen Riegel vorschieben. Die zurückgelegten Runden werden gezählt, und anhand der Verbrauchsmessungen vom Vorjahr wird der Spritkonsum im Renntempo hochgerechnet. Exakt diese Menge muss ein Team nach der Qualifikation nachtanken. Wer im Bummeltempo Sprit sparend um den Kurs rollt, bekommt die Runde nicht angerechnet. Er hat also sinnlos Sprit verbrannt, den er zum Rennstart nicht auffüllen darf.

Weitere Neuerung: Bei den beiden ersten 15-minütigen Quali-Trainings stoppt die Zeitnahme exakt nach Ablauf der Viertelstunde. Fahrer, die Sekunden zuvor noch die Startlinie passiert haben, dürfen ihre Runde nicht mehr in Wertung abschließen. Mit dieser Maßnahme soll gesichert sein, dass die TV-Sender tatsächlich die volle Fünf-Minuten-Pause für Werbung oder Interviews nutzen können.

Zur Erinnerung: So funktioniert die neue Qualifikation

Am Samstagmittag finden ein dreigeteiltes Qualifikationstrraining mit einer Stunde Fahrzeit statt. Das Einzelzeitfahren ist abgeschafft.

Alle Fahrer haben zunächst 15 Minuten Zeit für eine schnelle Runde. Die Zahl der Runden ist nicht begrenzt. Die langsamsten sechs Autos haben danach Feierabend.

Die verbliebenen 16 Teilnehmer haben erneut 15 Minuten Traininsgzeit, wieder scheiden am Ende sechs Autos aus.

Die besten Zehn der ersten beiden Durchgänge nehmen am 20-minütigen Abschlusstraining teil. Der schlechtestes Fahrer kann im schlimmsten Fall auf dem zehnten Rang der Startaufstellung stehen. Danach werden die Tanks gemäß der zurückgelegten Runden aufgefüllt. Die Autos kommen in den Parc Fermé. Mit den Reifen, die im Abschlusstraining zuletzt verwendet wurden, müssen die Fahrer auch das Rennen beginnen.

Die Gestrandeten der ersten beiden Durchgänge dürfen dagegen frische Reifen aufziehen und ihre Autos nach Wunsch betanken. Auch diese zwölf Teilnehmer kommen danach in den Parc Fermé.

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