Qualifying

Barrichello auf Platz eins

Foto: dpa

Ferrari-Fahrer Rubens Barrichello hat sich im Qualifying zum Großen Preis von Italien am Sonntag (12.9.) überraschend die Pole-Position gesichert. Zweiter wurde Juan Pablo Montoya. Die zweite Startreihe teilen sich Michael Schumacher und Fernando Alonso. Die dritte Startreihe geht komplett an die BAR-Honda-Fahrer Takuma Sato und Jenson Button.

Erstmals in der Formel 1-Geschichte wurde die 260-km/h-Schallmauer (in Bezug auf die Durchschnittsgeschwindigkeit) durchbrochen. "Das ganze Wochenende hat das Auto tolles Potenzial gezeigt“, strahlte der vor Stolz beinahe platzende Brasilianer. "Ich habe heute eine phänomenale Leistung gezeigt. Es war eine perfekte Runde. In Monza geht es mehr darum, Fehler zu vermeiden und weniger darum, an die absolute Grenze zu gehen.“ Im diesjährigen Trainingsduell zwischen Barrichello und Schumacher steht es nun 12:3.

Überraschend ist der große Vorsprung, den Barrichello herausfuhr. Er distanzierte seine Gegner um mehr als eine halbe Sekunde. Dies ist dem Umstand zuzuschreiben, dass sich der Brasilianer im Gegensatz zu Schumacher für die weichere Option bei der Bridgestone-Besohlung entschied. "Ich bin für morgen sehr optimistisch“, fügte Barrichello an.

Montoya sieht Sieg-Chance

Juan Pablo Montoya resignierte: "Unmöglich, Rubens zu erwischen. Im zweiten Sektor habe ich einen kleinen Fehler gemacht. Aber der Startplatz in der ersten Reihe gibt dem Team Motivation.“ Im Pre-Qualifying war der Kolumbianer im Williams-BMW mit offenbar sehr geringer Benzinlast noch deutlich in Front gelegen. "Morgen haben wir eine gute Chance auf den Sieg“, meinte Montoya. "Unsere Longruns waren ziemlich gut.“

Michael Schumacher verging das Lachen ein wenig. Tapfer gab er zu Protokoll: "Das Ergebnis ist schon etwas überraschend. Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden. In der letzten Kurve habe ich ziemlich viel Zeit verloren. Ich bin eigentlich positiv überrascht, noch auf Platz drei gelandet zu sein.“ In der Tat war der Rückstand der Verfolger denkbar gering: Alonso und Sato waren nur um jeweils eine Zehntelsekunde langsamer als der Weltmeister. Schumachers Prognose für das Rennen: "Morgen wollen wir die Tifosi glücklich machen.“

Die McLaren-Fahrer Kimi Räikkönen und David Coulthard mussten erkennen, dass der Sieg zuletzt in Spa wohl doch nur eine Eintagsfliege war. Die mäßigen Startplätze sieben für Räikkönen und zehn für Coulthard scheinen dies schlüssig zu belegen. Großes Manko der Silberpfeile ist das Fahrverhalten in den Schikanen beim Überfahren der Randsteine.

Eine Enttäuschung musste erneut Nick Heidfeld hinnehmen. Er fuhr zwar die 17-beste Zeit. Damit war er zum zehnten Mal in diesem Jahr schneller als sein Teammate Giorgio Pantano. Dennoch muss Heidfeld mit seinem Jordan morgen von ganz hinten ins Rennen gehen, da am Freitag (10.9.) der Ford-Motor gewechselt wurde.

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