Quo vadis, Schumi?

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Sitzt Michael Schumacher 2007 im Ferrari, im Renault - oder auf der Couch? Behauptungen, der Rekord-Weltmeister habe über seine Zukunft längst entschieden, sind falsch. Der Schuminator hat einen überzeugenden Grund Ende 2006 aufzuhören: Kimi Räikkönen.

"Ferrari holt Kimi", titelte der Schweizer "Blick" und berief sich auf die Aussagen eines angeblichen Ferrari-Insiders: "Seit Wochen wird bei Ferrari in allen Abteilungen doch offen über diesen Wechsel geredet." Tatsächlich hält sich im Formel 1-Zirkus schon seit Monaten das Gerücht, der Finne habe längst bei Ferrari unterschrieben - schon im Frühjahr 2005, heißt es aus Williams-Kreisen. Während Räikkönen tapfer dementiert, sprechen die Ferrari-Verantwortlichen nur unverbindlich von "Spekulation".

Schumacher weiß, dass ihm Räikkönen blüht. Einen so starken Teamkollegen hatte er noch nie. McLaren-Testfahrer Alexander Wurz meint, Räikkönen fahre in einer eigenen Liga, selbst Schumachers Lieblingsgegner Mika Häkkinen hätte gegen seinen Landsmann alt ausgesehen.

Messlatte Massa

Für den 84-maligen Grand Prix-Sieger ist Felipe Massa die Messlatte. Muss er gegen den Brasilianer schon hart strampeln, ist es fraglich, ob er gegen den nordischen Überflieger mit gleichen Waffen bestehen kann. Schumacher ist 37, sein Kontrahent elf Jahre jünger.

Die nächste große Frage ist, ob die Erfolgsmannschaft bei Ferrari auseinanderbricht. Konstrukteur Rory Byrne hat sich schon weitgehend zurückgezogen, Technik-Chef Ross Brawn und Teamchef Jean Todt haben noch nicht entschieden, ob sie über 2006 hinaus weitermachen.

Niki Lauda: "Ganz schwacher Moment"

Kommt bei Schumacher doch das berühmte eine Prozent ins Spiel? Renault-Teamchef Flavio Briatore hätte gern, dass Schumacher seine Karriere dort beendet, wo sie richtig begann - bei Renault. Zwar poltert der Italiener lautstark Schumacher sei kein Siegertyp mehr, doch sehen Briatore-Kenner derlei verbales Brusttrommeln eher als Nebelkerze, um von den wahren Absichten abzulenken. Briatore hofft, mit der Verpflichtung des erfolgreichsten Autorennfahrers aller Zeiten Renault-Präsident Carlos Ghosn zur Fortsetzung des Formel 1-Projekts zu bewegen.

"Da muss der Flavio den Michael in einem ganz schwachen Moment erwischen", sagt Ex-Weltmeister Niki Lauda. "Michael müsste uns beim Geld sehr entgegen kommen", sagt Briatore. Aber ist Geld für den Deutschen noch wichtig? Ayrton Senna akzeptierte 1994 bei Williams ein deutliches geringeres Gehalt - nur um noch einmal um die WM kämpfen zu können.

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