Radio Fahrerlager GP Abu Dhabi

Vettel und Hamilton tauschen Helme

Lewis Hamilton & Sebastian Vettel - GP Abu Dhabi 2018 Foto: Paul Ripke / Mercedes 27 Bilder

Was sonst noch in Abu Dhabi passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Formel 1-Gerüchteküche gesammelt.

Wo landet Porsche-Mann Seidl?

Die Personalie Andreas Seidl wartet noch auf Klärung. Der Bayer hatte kürzlich bei Porsche überraschend gekündigt. So viel ist sicher: Seidl hat ein Angebot von einem Automobilhersteller, der in der Formel 1 vertreten ist. Die Spekulationen reichten von Ferrari bis Mercedes und McLaren. Bei Mercedes und Ferrari wird eifrig dementiert. McLaren dagegen sagt nur: „Wir machen zu Personalien keine Angaben.“ Das klingt verdächtig.

Welche Startnummer nimmt Kubica?

Bei seinen Freitagstrainings in Spanien, Österreich uns Abu Dhabi fuhr Robert Kubica einen Williams mit der Nummer 40. Doch das wird nicht die Startnummer des Polen im nächsten Jahr sein. Der macht daraus ein Geheimnis: „Ich habe sie bei der FIA beantragt, aber warte noch auf eine Bestätigung.“ Experten gehen davon aus, dass Kubica die Nummer 4 wählt. Mit der hat der Heimkehrer 2008 den GP Kanada gewonnen. Die Nummer 4 gehörte ursprünglich Max Chilton. Der Engländer fährt seit 2014 nicht mehr in der Formel 1. Damit wäre die Startnummer für andere Fahrer frei.

Ghosn-Nachfolger kennt Formel 1

Als Renault-Vorstandschef Carlos Ghosn in Japan verhaftet wurde, da stellte sich auch die Formel-1-Abteilung die Frage: Wie geht es weiter? Ghosn war der Mann, der Ende 2015 entschieden hatte, mit einem Werkseinsatz in die Formel 1 zurückzukehren. Doch auch sein vorläufiger Nachfolger Thierry Bolloré ist für die Formel 1-Fraktion kein Fremder. „Er saß in den letzten drei Jahren als Direktor bei uns im Vorstand und kennt das Thema“, erklärte Sportchef Cyril Abiteboul. Nicht Personen werden über den Fortbestand der Formel 1-Ativitäten entscheiden, sondern Erfolg oder Misserfolg der Mission.

Horner gegen Wolff

Mercedes-Teamchef Toto Wolff erklärte die Rolle von Esteban Ocon für 2019. „Er wird sehr eng mit unserem Team zusammenarbeiten und unser Reservefahrer sein. Möglicherweise auch von Force India. Wir hoffen, dass er auch bei Testfahrten zum Einsatz kommt, vor und während der Saison. Er wird auch viel Zeit im Simulator verbringen um für 2020 gerüstet zu sein.“ Red Bull-Teamchef Christian Horner fuhr Wolff in die Parade: „Es würde helfen, wenn ihr ihm die Flaggen nochmal erklärt.“

Vettel und Hamilton tauschen Helme

Lewis Hamilton & Sebastian Vettel - GP Abu Dhabi 2018 Foto: Paul Ripke / Mercedes
Wer ist wer? Vettel und Hamilton mit vertauschten Helmen.

Der Respekt zwischen Hamilton und Vettel ist groß. In Abu Dhabi tauschten die beiden Titel-Rivalen sogar die Helme. „Glückwunsch zu fünf Titeln. Ich hoffe, dass ich dich am Gewinn weiterer hindern kann“, scherzte Vettel bei der Übergabe. Hamilton zeigte sich überrascht, wie klein der Kopfschutz seines Gegners ist: „Hast du Größe S?“, fragte der Brite. „Da passe ich ja gar nicht rein.“ Doch das stimmte nicht, wie ein Bild der beiden Piloten mit dem Helm des anderen bewies.

Taktik gegen den Frust

Daniel Ricciardo musste viele bittere Pillen schlucken in diesem Jahr. Acht Mal fiel der Australier aus. Zur Frustbekämpfung hat er eine eigene Methode entwickelt: „Ein schlechter Tag für mich wäre immer noch ein guter für viele andere Leute. Wenn ich am Montag nach dem Rennen aufwache, bin ich gesund. Leute, die krank sind, hätten gerne meine Probleme.“

Lob von Hartley

Fernando Alonso bekam bei seinem vorerst letzten Formel-1-Rennen viel Lob von seinen Kollegen. Die meisten priesen seinen Speed und seine Rennintelligenz. Brendon Hartley bringt eine andere Qualität des Spaniers ins Spiel: „Ich habe noch nie einen so fairen Fahrer im Zweikampf erlebt. Fernando lässt dir immer Platz zum Überleben.“

Ein Freund, ein guter Freund

Sergio Perez nimmt Teamkollege Esteban Ocon in der Verstappen-Affäre von Brasilien zum Teil in Schutz. „Ich hätte in vergleichbarer Situation Max auch angegriffen, aber mit weniger Risiko. An Stelle von Max hätte ich mehr Platz gelassen.“ Rückblickend auf zwei Jahre Stallduell mit Ocon urteilt der Mexikaner: „Esteban war von allen Teamkollegen bestimmt nicht mein bester Freund. Ich würde sagen, dass unser Verhältnis professionell war.“

Kubica macht Hamilton jünger

Robert Kubica - Formel 1 - 2018 Foto: xpb
Robert Kubica ist 2019 der zweitälteste Pilot im Feld - hinter Kimi Räikkönen.

Lewis Hamilton freut sich über die Rückkehr von Robert Kubica. Nicht nur, weil er den Polen aus gemeinsamen Kart-Tagen kennt und sein Talent hoch einschätzt. „Wie alt ist Robert? Älter als ich. Das ist gut. Damit bin ich 2019 nur drittältester Pilot im Feld. Nach Alonsos Rücktritt wäre ich sonst der Zweitälteste hinter Kimi gewesen.“ Wenn Kubica am 17. März 2019 in Melbourne sein Comeback gibt, dann geht nach 3.045 Tagen ohne Renneinsatz die viertlängste Pause eines Formel-1-Fahrers zu Ende. Spitzenreiter ist immer noch Jan Lammers mit 3.767 Tagen, gefolgt von Luca Badoer mit 3.584 Tagen und Pete Lovely mit 3.226 Tagen.

Feier zum Kimi-Abschied

Ferrari überraschte Kimi Räikkönen schon am Mittwoch in Abu Dhabi mit einer kleinen Abschiedsfeier. Alle Teammitglieder – darunter auch Kollege Sebastian Vettel – trugen speziell angefertigte T-Shirts mit dem Auftdruck „We love Kimi!“ Auf die Frage, was Vettel denn konkret an dem Iceman vermissen wird, antwortete der Heppenheimer kurz und knapp: „Die Ruhe!“

Cyril macht den Tee

Red Bull-Teamchef Christian Horner nutzte die Gelegenheit des öffentlichen Forums der FIA-Pressekonferenz, um gegen Renault-Sportdirektor Cyril Abiteboul nachzutreten. „Unsere Zusammenarbeit begann vor 12 Jahren. Damals noch mit Flavio Briatore an der Spitze. Und Cyril machte den Tee...“ Dann wurde der Engländer doch versöhnlich: „Wir haben mit Renault acht Titel, 59 Siege, 60 Pole Positions und mehr als 100 Podiumplätze geholt. Es war nicht alles schlecht.“

Rosberg denkt an Titel

Nico Rosberg machte als TV-Experte Station in Abu Dhabi. Es war der erste Besuch im auf dem Wüstenkurs nach seinem WM-Titel im Jahr 2016: „Als ich im Mercedes-Motorhome nochmal auf die Toilette ging, habe ich plötzlich an den Moment gedacht, wie ich damals kurz vor dem Start ebenfalls auf dem Klo war. Da kamen plötzlich die ganzen Erinnerungen vom Kampf um den WM-Titel wieder hoch.“

Bis später Fernando

Fernando Alonso - GP Abu Dhabi 2018 Foto: McLaren
Hasta luego - bis später - ist das schon die Ankündigung des Comebacks.

Fernando Alonsos McLaren wurde für das Abschiedsrennen neu lackiert. Im Heck wurde die Farben von Spanien und Asturien aufgetragen. Auf dem Frontflügel „Hasta luego“. Das heißt auf Deutsch „bis später“. Alonso schließt eine Rückkehr nicht aus: „Alles hängt davon ab, wie sehr ich mich nächstes Jahr langweile. Vielleicht sitze ich im April depressiv auf dem Sofa und denke über ein Comeback nach. Die Tür zur Formel 1 ist nicht zu.“

Bottas lüftet Geheimnis

Valtteri Bottas muss sich einen neuen Renningenieur suchen. In der Auslaufrunde von Abu Dhabi verabschiedete sich der Finne von Tony Ross, der schon Nico Rosberg zum Titel geführt hatte. Nach dem Rennen musste Teamchef Toto Wolff zu der Personalie Stellung nehmen. „Wollten wir das schon vermelden“, fragte er überrascht seinen Pressemann? „Na gut, Tony Ross wird das Team verlassen. Er wird neuer Chefingenieur unseres Formel-E-Projekts.“ Auf die Frage, ob der neue Renningenieur von Bottas denn schon feststehe, schmunzelte Wolf: „Darüber diskutieren wir noch“, so Wolff. „Aber das ist eine kleine Lüge. Gebt mir noch ein paar Wochen.“

Ticktum fährt in Neuseeland

Toro Rosso hat mit der Bekanntgabe von Alexander Albon als zweiten Fahrer deshalb bis nach Abu Dhabi herausgezögert, weil der Brite mit thailändischen Wurzeln noch nicht genügend Punkte für die Superlizenz auf dem Konto hatte. Wäre er in der Gesamtwertung hinter Platz 4 zurückgefallen, hätte es nicht für den F1-Fahrschein gereicht. Red Bull will mit Dan Ticktum noch einen Ersatzmann für nächste Saison aufstellen. Deshalb darf der Macau-Sieger im Winter die Toyota Racing Series in Neuseeland absolvieren. Wenn er dort einen der beiden ersten Meisterschaftsplätze belegt, hat auch er genügend Punkte für die Superlizenz.

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