Lawrence Stroll - Toto Wolff Motorsport Images

Radio Fahrerlager GP Australien

Mysteriöses Treffen in Gstaad

Was sonst noch so am Rennwochenende in Melbourne passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Formel 1-Gerüchteküche gesammelt.

Keine Tabakwerbung

Nach Philip Morris hat auch British American Tobacco einen Rückzieher gemacht. Nachdem die australischen Behörden eine Untersuchung wegen versteckter Tabakwerbung eingeleitet hatten, entfernte zuerst Ferrari seine „Mission Winnow“-Sticker vom Auto, dann McLaren seine „For a better world“-Aufkleber.

Steiner Star bei Netflix

Haas-Teamchef Guenther Steiner ist der neue Star bei der Formel-1-Doku auf der Streaming-Plattform Netflix. In der ersten Folge war auch das Reifenwechsel-Drama von Haas beim GP Australien 2018 Thema. Steiners Flüche und der Anruf bei Teambesitzer Gene Haas wurden unzensiert gesendet. Den Fans gefiel so viel Ehrlichkeit. Mercedes und Ferrari hatten sich Netflix mit dem Argument verweigert, das sei zu viel Arbeit für zu wenig Geld. Steiner zeigte wenig Verständnis: „Die einzige Arbeit, die du investieren musst, ist dir ein Mikrofon anstecken zu lassen und authentisch zu sein.“

Surfen ohne Haie

Lewis Hamilton würde gerne mal in Australien surfen, wenn da nicht die Haie wären. „Ich kann nicht auf ein Surfbrett steigen, wenn ich fürchten muss, dass da Haie rumschwimmen. Die Australier sind völlig verrückt. Sie geben dir den Rat: ‚Wenn ein Hai kommt, schlag ihm einfach ins Gesicht.‘“

Robert Kubica - Williams - Formel 1 - GP Australien - Melbourne - 13. März 2019
Motorsport Images
Robert Kubica gab nach acht Jahren Pause sein Comeback.

Applaus für Kubica

Bei der ersten Pressekonferenz brach Daniel Ricciardo eine Lanze für Robert Kubica und dessen Comeback nach acht Jahren Pause: „Robert hatte die längste Winterpause von uns allen. Wir können uns alle nicht vorstellen, was er durchmachen musste. Dass er jetzt wieder da ist, spricht für einen unglaublich starken Charakter. Robert hat einen Applaus verdient.“

Stewart läuft

Vor fünf Wochen hatte Jackie Stewart eine Knieoperation. In Melbourne lief der 79-jährige Schotte durch das Fahrerlager, als wäre nie etwas geschehen: „Ich mache zweimal am Tag Reha. Es geht besser als ich dachte.“

Angst vor dem Wetter

F1-Marketingchef Sean Bratches verrät, dass eigentlich Silverstone den 1.000. Grand Prix austragen sollte, weil dort die Formel 1 am 13. Mai 1950 geboren wurde. „Wir haben davon abgesehen, weil uns jemand Aufnahmen von 2000 gezeigt hat. Da fand Silverstone im April statt und es regnete nur.“

Pirelli testet 18-Zöller

Pirelli ist einen Schritt weiter bei der Suche nach einem umgebauten 2018er Auto für die 18-Zoll-Reifen-Entwicklung. Damit nicht ein ein- zelnes Team Vorteile hat, sollen mehrere Teams Autos bereitstellen. Nach der Sommerpause finden die ersten sechs Testtage mit den großen Rädern statt.

Strategie-Gipfel in London

Die Uhr tickt. Im Juni will die FIA ein Reglement für 2021 präsentieren. Das schließt die Technik-Regeln für Auto und Motor, die Budgetdeckelung, die Geldverteilung und die Entscheidungsfindung mit ein. Bei der Kostenreduzierung ist vor allem der Strafenkatalog interessant. Der Reiz zu betrügen sinkt, wenn die Strafen drastisch sind. „Wenn du das Finanzamt systematisch betrügst, wanderst du ins Gefängnis. Das schreckt ab. So etwas bräuchte man bei einer Budgeteckelung in der Formel 1 auch“, sagt Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Bisher ist nur durchgesickert, dass es Punktabzug gibt. Das kann Positionen in der WM und Geld kosten. Doch reicht das als Abschreckung aus? Den WM-Titel dürfte man bei einem nachträglich entdeckten Betrug behalten. Über all diese Themen wird am 26. März im Rahmen der Strategiegruppe in London gesprochen.

Überholen einfacher?

In den letzten beiden Jahren gab es jeweils fünf Überholmanöver in Melbourne. Bei der 2019er Ausgabe des GP Australien waren es elf. Darf man daraus schließen, dass die neuen Regeln das Überholen einfacher gemacht haben? Eher nicht. Allein sechs der elf Positionswechsel betrafen Antonio Giovinazzi. Der Sauber-Pilot fuhr mit einem beschädigten Auto und alten Reifen. Kevin Magnussen, Nico Hülkenberg und Kimi Räikkönen ließ er freiwillig vorbei. Bei Lando Norris, Alexander Albon und Sergio Perez war nach sieben Runden der Widerstands gebrochen. Die Gegner hatten viel frischere Reifen.

Vettel vs. Verstappen - GP Australien 2019
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Verstappen überholt Vettel: eines von elf Manövern im Rennen.

Keine Piratenserie

Im Februar fand in einem Restaurant in dem Schweizer Skiort Gstaad ein mysteriöses Treffen statt. Beim Lunch wurden Bernie Ecclestone, Luca di Montezemolo, Mercedes-Teamchef Toto Wolff und Racing Point-Chef Lawrence Stroll gesichtet. Sofort kamen natürlich wieder Gerüchte einer Piratenserie hoch. Ecclestone konnte es nicht lassen. Formel 1-Chef Chase Carey persönlich davon zu überzeugen. Ganz der alte Bernie, der gerne Handgranaten zündet, um zu schauen, was danach passiert. Toto Wolff beschwichtigt. „Lawrence Stroll hatte mich nach Gstaad eingeladen. Bernie hat dort ein Chalet. Und so hat es sich ergeben, dass wir uns dort alle getroffen haben. Das mit der Piratenserie ist Unsinn. Wir werden Liberty bei ihrer Formel 1-Kampagne voll unterstützen.“

Kurzes Fahrer-Briefing

Es war das erste Fahrer-Briefing ohne Charlie Whiting. „Ein bisschen mulmig war das Gefühl schon“, gab Nico Hülkenberg zu. Es wurde eines der kürzesten Treffen der Fahrer mit den FIA-Offiziellen. FIA-Präsident Jean Todt bat die Piloten um eine Schweigeminute für den am 14. März verstorbenen Rennleiter. Dann stellte er kurz Whitings Stellvertreter Michael Masi vor. Als der 39-jährige Australier die Fahrer bat, Fragen zu stellen, gab es nur eine Meldung. Romain Grosjean beschwerte sich über den Randstein in Kurve 4.

Erste Strafe an McLaren

Die erste Strafe des Jahres ging an McLaren. Der Rennstall musste 5.000 Euro zahlen, weil er im dritten Training in der Boxengasse Lando Norris in den Weg von Robert Kubica geschickt hatte. HaasF1 musste später die gleiche Summe abdrücken, weil man Kevin Magnussen aus der Garage fahren ließ, als Sergio Perez gerade in der Fast lane war. Lance Stroll wurde 200 Euro für zu schnelles Fahren in der Boxengasse los.

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Lewis Hamilton - GP Australien 2019
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