Radio Fahrerlager GP Bahrain

Heiße Runden in der Wüste

Pirelli Hot Laps GP Bahrain 2018 Foto: sutton-images.com 26 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Bahrain passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Formel 1-Gerüchteküche gesammelt.

Kein Büro für Bernie

Bernie Ecclestone war wieder mal Gast im Formel-1-Fahrerlager. Allerdings mit einem externen Büro. „Letztes Jahr hatte ich noch ein Büro im Turm der Rennleitung. Jetzt haben sie mich in den VIP-Tower außerhalb des Fahrerlagers abserviert. Ich glaube, Liberty will mir das Leben schwer machen.“

Verwirrung über Vettels 200. Grand Prix

Sebastian Vettel feierte seinen 200. GP-Start mit seinem 49. Sieg. „Wieso, mein 200. Rennen war doch schon in Australien?“, wunderte sich der Jubilar. Für Puristen nicht. Beim GP Bahrain 2016 fiel Vettel mit einem Motorschaden schon in der Einführungsrunde auf. Damit zählt der Start nicht. Auf die Frage nach den drei besten Momenten will der Ferrari-Pilot zuerst nicht antworten: „Genauso gut könnte ich euch fragen, was eure schönste Momente in den letzten zehn Jahren waren.“ Dann biegt Vettel aber doch mit einer Antwort um die Ecke: „Mein erster GP-Sieg 2008 in Monza, mein erster WM-Titel 2010 in Abu Dhabi und mein erster Ferrari-Sieg 2015 in Malaysia.“

Marko sauer

Helmut Marko wurde für seinen Vorschlag, in der Qualifkation und im Rennen mit dem gleichen Power-Modus zu fahren, heftig kritisiert. Der Grazer keilt zurück: „Ja bin ich denn ein einsamer Rufer im Wald? Für das Chassis gelten doch auch Parc-fermé-Regeln.“

Falscher Hartley

Brendon Hartley - GP Bahrain 2018 Foto: ams
Der falsch aufgemalte Name wurde schnell korrigiert.

Am Donnerstag wurden in der Boxengasse die Namen aller Fahrer auf den Asphalt vor den jeweiligen Garagen gepinselt. Doch bei Brendon Hartley schlich sich ein Schreibfehler ein. Statt „Hartley“ stand „Hartly“ auf dem Boden. „Da habe ich wohl einen neuen Teamkollegen bekommen“, scherzte Boxennachbar Pierre Gasly. Noch in der Nacht zum Freitag wurde der Fehler korrigiert

Pirelli Hot Laps

Schon am Donnerstag wurde es in Bahrain laut auf der Strecke. Als Teil des neuen Unterhaltungsprogramms von Liberty starteten die „Pirelli Hot Laps“. Dabei chaufferen die F1-Stars VIP-Gäste und normale Fans im Eiltempo um die Strecke. Den Anfang machten Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne mit einem McLaren 720S, Lewis Hamilton und Valtteri Bottas mit einem Mercedes AMG GT S sowie Max Verstappen und Daniel Ricciardo mit einem Aston Martin Vanquish S.

Schlechte Banane

Carlos Sainz verriet in Bahrain, warum ihm beim GP Australien so kotzübel war. Ein Ventil der Trinkflasche schloss nicht richtig und ließ den ganzen Inhalt in den Mund des Piloten sprudeln. „Dazu habe ich vor dem Rennen noch eine Banane gegessen, die komisch schmeckte. Schon nach ein paar Bissen merkte ich, wie mein Bauch rumorte. Zusammen mit dem Wasser stockte auch die Verdauung“, erklärte der Spanier. Einfach ausspucken konnte Sainz das Wasser nicht: „Das hätte mein Mikrofon beschädigt.“

E-Sport-Fan Ocon

Esteban Ocon zählt nicht nur im richtigen Rennauto zur Spitzenklasse. Der Franzose kann auch gute E-Sports-Fahrer herausfordern. „Ich trainiere drei bis vier Mal pro Woche am Computer. Hin und wieder schlage ich die Stars.“

Hamilton wie Surtees

Lewis Hamilton wäre gerne wie John Surtees Weltmeister auf zwei und vier Rädern. Es wird ein Traum bleiben. „Ich könnte nicht mal so ein Bike testen. Das Risiko wäre viel zu groß.“

Niki Laudas Erinnerung an Jim Clark

Niki Lauda & Bernie Ecclestone - GP Bahrain 2018 Foto: sutton-images.com
Niki Lauda und Bernie Ecclestone hatten in Bahrain viel zu bereden.

Der 50. Todestag von Jim Clark war im Fahrerlager von Bahrain kaum ein Thema. Die meisten im Zirkus sind zu jung, um sich an einen der größten Rennfahrer aller Zeiten zu erinnern. Niki Lauda fiel sofort etwas zu diesem Thema ein. „Ich sollte in Aspern ein Mini-Rennen fahren. Mein Vater hat davon Wind bekommen. Der Typ, der mir den Mini verkauft hat, hörte auf meinen Vater und verbot mir in Aspern zu fahren. Ich bin nur als Zuschauer hin. Bei der Siegerehrung zum Hauptrennen sehe ich, wie Frank Gardner plötzlich seinen Lorbeerkranz ablegt. Ich frage irgendeinen, was los ist. Der erzählt mir, dass aus Hockenheim gerade die Meldung kam, dass Jim Clark gestorben ist. Das ist meine Erinnerung an ihn.“

Berger trifft alten Motoreningenieur

Gerhard Berger traf in der Startaufstellung am Toro Rosso von Pierre Gasly einen alten Bekannten. Honda-Ingenieur Tanabe kennt Berger noch aus seiner McLaren-Zeit: „Tanabe-san war damals drei Jahre lang mein Motoreningenieur. Jetzt arbeitet er wieder in der Formel 1.“

Schadenfreude über McLaren

Die Schadenfreude im Fahrerlager über die Trainingspleite von McLaren war groß. Auch Helmut Marko genoss das Trainingsergebnis mit zwei Toro Rosso vor zwei McLaren: „Das haben sie jetzt davon. Der Herr Alonso wollte ja hier schon Red Bull angreifen. Jetzt fährt er hinter den Toro Rosso. So toll kann der McLaren nicht sein. Es lag nicht nur am Honda-Motor, dass sie auf der Geraden langsam waren. Sie sind mit dem Renault-Motor immer noch Letzte. Vielleicht ist auch das Auto nicht so schnell, wie sie glauben. Mit Honda haben sie nicht nur einen Motor verloren, der immer besser wird. Da verzichten sie auch auf einen Haufen Geld.“ Deshalb fielen es im zweitältesten Team der Formel 1 auch ein paar ernste Worte. McLaren hatte seinen Anteilseignern Erfolg versprochen. Der Motorwechsel kostet Geld, das die Investoren vorstrecken müssen. Da erwartet man mehr als die Startplätze 13 und 14. Im Rennen konnten Alonso und Vandoorne mit 10 WM-Punkten das Bild wieder gerade rücken. „Wir genießen Platz 3 in der Konstrukteurs-WM. Auch wenn es nur für sieben Tage ist“, hieß es im Team.

Ocon gegen Quali-Rennen

Esteban Ocon findet die Pläne, die Startaufstellung mit einem Quali-Rennen zu vermitteln, nicht gut. „Das hat schon in der DTM nicht funktioniert. Wenn wir am Sonntag nicht überholen können, können wir es am Samstag auch nicht. Ich finde, dass ein zusätzliches Rennen den Grand Prix entwerten würde. Das Hauptrennen sollte der Kulminationspunkt des Wochenendes sein.“

Neue letzte Kurve

Mark Webber hat eine Lösung für das Überholproblem in Melbourne: „Sie sollten die letzte Kurve verbreitern. Das erlaubt wie in der Zielkurve in Sepang verschiedene Linien. Dann kann der Fahrer dahinter versetzt fahren und hat Abtrieb am Frontflügel.

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